
Laut der Untersuchung setzen bereits heute 63% der befragten Hersteller IIoT-Systeme bereichsübergreifend oder unternehmensweit ein. Innerhalb der kommenden zwei Jahre soll dieser Anteil auf 76% steigen – mehr als in jeder anderen untersuchten Branche.
Ausschlaggebend sind der hohe Automatisierungsgrad und vor allem der unmittelbare wirtschaftliche Nutzen: Ausfallzeiten, Qualitätsmängel oder Energieverluste wirken sich direkt auf Produktivität und Unternehmenserfolg aus. Die Herausforderung besteht heute daher weniger darin, Daten zu erfassen, als sie über IT- und OT-Systeme hinweg sicher und interoperabel nutzbar zu machen.
Dabei lautet das zentrale Erkenntnis der Studie: Nicht die Anzahl vernetzter Geräte entscheidet über den Erfolg, sondern die intelligente Integration ihrer Daten. Erst wenn Produktionsdaten aus der OT mit den Analyse- und Steuerungsmöglichkeiten der IT verknüpft werden, entstehen messbare wirtschaftliche Vorteile. So berichten 76% der Hersteller von einer besseren Anlagenauslastung und einer effizienteren Steuerung von Lieferketten und Beständen, 72% konnten ihren Energieverbrauch senken und 71% ihre Betriebskosten reduzieren.
Der größte Mehrwert zeigt sich dort, wo Daten direkt in operative Entscheidungen einfließen, etwa in der Qualitätskontrolle, der vorausschauenden Wartung oder im Energiemanagement. Wettbewerbsvorteile entstehen dabei nicht durch immer größere Datenmengen, sondern durch die Fähigkeit, Informationen aus Maschinen, Sensoren, Kameras und Unternehmenssystemen in bessere Entscheidungen zu übersetzen. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
Präzise 2D-Inspektion mit nativer Edge-Intelligenz
Gleichzeitig nennen die befragten Unternehmen Herausforderungen bei der Umsetzung solcher Strategien. 56% der Befragten nennen Datenschutz, Cybersicherheit und Compliance-Vorgaben als größte Hürde, 46% die Integration bestehender Anlagen.

Unternehmen, denen die Zusammenführung von IT und OT gelingt, erzielen jedoch deutlich bessere Ergebnisse: Bereits 45% der Hersteller zählen zu den sogenannten ‚IoT Leaders‘, die einen durchschnittlichen ROI von 37,7% erreichen – Einsteiger dagegen lediglich 0,6%.
Mit der sogenannten Industry 5.0 zeichnet sich bereits die nächste Entwicklungsstufe der industriellen Transformation ab. Neben Automatisierung und Vernetzung rücken dabei der Mensch, Nachhaltigkeit und Resilienz stärker in den Mittelpunkt. Technologie soll dabei Beschäftigte unterstützen und ihre Fähigkeiten erweitern, nicht ersetzen.
Für Hersteller bedeutet dies, dass der Erfolg der Smart Factory sich nicht an der Zahl vernetzter Geräte entscheidet, sondern an der Fähigkeit, Daten aus Produktion und Unternehmens-IT in Echtzeit sicher und über Systemgrenzen hinweg in konkrete Maßnahmen und bessere Entscheidungen zu übersetzen und systemübergreifend zu nutzen. Die Konvergenz von IT und OT schafft die Grundlage für effizientere Prozesse, mehr Resilienz und nachhaltiges Wachstum.
Hinweis: Grundlage der Studie sind Befragungen von weltweit 600 Unternehmen, darunter 100 Hersteller aus Maschinenbau, Automotive, Pharma und Lebensmittelproduktion.
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Autor: Gabriele Mangiafico, Business Development Manager EMEA bei Axis Communications














