
Die Claas-Gruppe, ein Hersteller von Landtechnik, setzt bei der digitalen Transformation ihrer Produktion auf Cybus und hat Connectware als zentralen Factory Data Hub in Betrieb genommen. Laut einer Cybus-Pressemitteilung waren hierfür insbesondere die hohe Automatisierbarkeit und Skalierbarkeit sowie die Fähigkeit zur zentralen Steuerung der Dateninfrastruktur über mehrere Standorte hinweg ausschlaggebend.
Wildwuchs beenden
In der modernen Landtechnikfertigung gilt die Beherrschung von Datenströmen als erfolgskritisch. Claas stand vor der Herausforderung, eine wachsende Zahl von Produktionssystemen, Maschinen und IT-Applikationen effizient und sicher miteinander zu vernetzen.
„Die Anforderungen an eine moderne Smart Factory Architektur sind klar definiert: Wir benötigen volle Skalierbarkeit bei gleichzeitiger zentraler Governance“, erklärt Martin Heese, Solution Owner Industrial IoT & Machine Connectivity bei Claas. „OT/IT-Konvergenz scheitert selten an Protokollen – sondern an fehlendem Ownership. Cybus hat im PoC bewiesen, dass sie die Vielfalt an Maschinen und Schnittstellen – von kleinen Anlagen bis zu komplexen Fräsen – beherrschen und die Enterprise-Reife für den globalen Rollout mitbringen. Damit aus Architektur Wert wird, brauchen wir Teams, die Use Cases mit Verantwortung umsetzen.“, erklärt Wojciech Halabis, Product Owner Industrial IoT & Machine Connectivity. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
Präzise 2D-Inspektion mit nativer Edge-Intelligenz
Connectware ermöglicht es Claas, Shopfloor-Datenquellen unabhängig vom Protokoll oder Hersteller zentral verfügbar zu machen und über mehrere Werke hinweg zu orchestrieren. Im Vergleich zu gängigen IoT-Gateways oder isolierten Plattformlösungen bietet die Architektur einen durchgängigen, herstellerunabhängigen Datenfluss zwischen Maschinen, IT-Systemen und Cloud. Proprietäre Abhängigkeiten werden vermieden, und die Kontrolle liegt beim eigenen IT-Team.
Ein Hub, acht Werke
Innerhalb von nur zwölf Wochen gelang es Claas und Cybus im Rahmen des PoC, die technische Machbarkeit unter Beweis zu stellen sowie auch die organisatorischen Voraussetzungen für einen standortübergreifenden Rollout zu schaffen. Gemeinsam wurden Stakeholder aus IT, OT und Betrieb eingebunden, Prozesse neu gedacht und die Basis für eine skalierbare Steuerung der Dateninfrastruktur gelegt.
Zentrale Anforderungen waren dabei neben der einfachen Bedienbarkeit vor allem ein effizienter Rollout über mehrere Standorte und die zentrale Kontrolle der Dateninfrastruktur. Connectware reduziert den Engineering-Aufwand pro Werk und unterstützt die Umsetzung weiterer Digitalisierungsinitiativen. Cybus weist zudem darauf hin, dass die neue Datenarchitektur darüber hinaus als Grundlage für Effizienzsteigerungen in Bereichen wie Energieverbrauch, Instandhaltung und Qualitätsmanagement dienen kann.
Weiter wird betont, dass Claas durch die neue Architektur über eine zentrale Connectware-Instanz verfügt und somit eine besonders schlanke Architektur realisiert, anstatt in in jedem Werk mehrere vollwertige Systeme zu betreiben. Die Anbindung weiterer Werke erfolgt über weitere installierte ‚Agents‘.
Rollout in bis zu acht Werke
Claas und Cybus haben einen mehrjährigen Rahmenvertrag über die Anbindung von bis zu acht Produktionsstandorten abgeschlossen. Bereits im ersten Jahr sollen vier Werke produktiv geschaltet werden. Insgesamt umfasst das Projekt die Anbindung von rund 1.000 Assets – darunter Fertigungsanlagen, Energiemesssysteme und weitere industrielle Komponenten.














