
Einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge, lehnt nur ein kleiner Teil der Deutschen den Umbau der Industrie in Richtung Klimaneutralität ab. Dies gilt auch dann, wenn wenn sich dieser in der direkten Wohnumgebung ereignet.
In Zahlen bedeutet dies, dass etwa die Hälfte der Deutschen den Umbau der Industrie hin zur Klimaneutralität befürwortet. Nur jeder Siebte lehnt ihn ab, weitere 38% zeigen sich in der Studie unentschlossen. Wie das IW mitteilt, stärkt eine frühzeitige und transparente Information über infrastrukturelle Veränderungen die Akzeptanz, besonders bei Unentschlossenen. Die Ergebnisse basieren auf einer deutschlandweiten Befragung unter 2.180 Personen.
Zu den zum Wandel gehören Maßnahmen zählt die Studie etwa den Ausbau von Stromtrassen, Wasserstoff- und CO2-Netzen, neue Windräder und Solarparks sowie Anpassungen in bestehenden Industrieanlagen. Trotz zu erwartender weitreichenden Eingriffe sieht nur ein kleiner Teil der Bevölkerung diese Entwicklungen kritisch. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
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Kommunikation stärkt Akzeptanz
Rund ein Viertel der Bevölkerung lebt in Regionen, in denen größere infrastrukturellen Umbauten anstehen. Auch hier bewerten nur rund 18% der Befragten die Veränderungen negativ. Dem IW zufolge unterschätzen jedoch fast 70% der Menschen, wie stark ihre Region betroffen ist. Als auffällig bezeichnen die Studienautoren, dass die Ablehnung nicht steigt, auch wenn die Bürgerinnen und Bürger über das Ausmaß der infrastrukturellen Veränderungen informiert werden. In Gebieten, die wenig oder gar nicht betroffen sind, steigert eine entsprechende Information sogar die Zustimmung. Eine Ausnahme bilden laut Studie AfD-Sympathisanten: Zusätzliche Informationen zeigen bei ihnen keine Wirkung, weder in die eine noch in die andere Richtung.
Auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Industrie ist Kommunikation vor Ort entscheidend, um Akzeptanz zu schaffen und Konflikte zu vermeiden: „Die Politik darf keine Angst haben, in den Dialog zu gehen und das Ausmaß der infrastrukturellen Veränderung transparent zu kommunizieren,“ sagt IW-Experte Matthias Diermeier. „So lässt sich der Gefahr entgegenwirken, dass kritische Minderheiten lokale Meinungsführerschaften erringen und die notwendigen Anstrengungen zur Klimaneutralität torpedieren.“
Zur Methodik: Die Auswertungen basieren auf einer Personenbefragung, die im Rahmen des vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW geförderten Forschungsprojektes SCI4climate.NRW durchgeführt wurde. Über das Online-Access-Panel von Bilendi & respondi wurden im Herbst 2024 insgesamt 2.180 Personen online befragt. Die Befragung ist quotenrepräsentativ in den Merkmalen Einkommen, Wohnort nach Bundesland und Geschlecht/Alter. Die Befragten gaben ihre Postleitzahl an. Auf Basis der tatsächlichen Transformationsinfrastrukturrelevanz wurden sie anschließend darüber informiert, ob für ihren Wohnort keine, geringe oder große Veränderungen zu erwarten sind. Grundlage für den Transformationsinfrastrukturindex sind offizielle Plandaten aus den Bereichen Energie- und Netzausbau sowie Modellierungen der Dekarbonisierung an den Industriestandorten, die den Wohnorten der Befragten zugeordnet wurden.














