Arbeitsmarktbarometer fängt sich auf niedrigem Niveau

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Mai gegenüber dem Tiefststand im Vormonat um 0,4 Punkte gestiegen. Mit 93,8 Punkten weist der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aber noch immer auf eine deutliche Verschlechterung des Arbeitsmarkts in den nächsten Monaten hin. Die Beschäftigungskomponente des Arbeitsmarktbarometers legte gegenüber dem Vormonat um 0,4 Punkte auf 94,9 Punkte zu. Auch die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit stieg um 0,4 Punkte auf 92,7 Punkten. Ein Wert von unter 100 signalisiert dabei eine Verschlechterung in den nächsten drei Monaten. Der Arbeitsmarkt sei vor der Covid-19-Pandemie wesentlich robuster geworden, erklärt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs ‚Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen‘: „Derselbe Schock hätte vor 20 Jahren die Beschäftigung ins Bodenlose stürzen lassen. Das ist trotz der immensen Verwerfungen jetzt nicht zu erwarten“. Kritisch sei aber die eingebrochene Einstellungsbereitschaft: „Bei geringer Kapazitätsauslastung und immenser Unsicherheit sacken die Neueinstellungen ab. Das trifft vor allem Arbeitslose und Berufseinsteiger“, so Weber.

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