Eine neue Expertise des Forschungsbeirats Industrie 4.0 (PTW/TU Darmstadt) zeigt, wie digitale Industrie‑4.0‑Technologien die Kreislaufwirtschaft und zirkuläre Wertschöpfung unterstützen können – durch das Erfassen, Auswerten und Teilen von Daten entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Untersucht werden Nutzen, Einsatzfelder sowie Hemmnisse und Handlungsbedarfe.
Die Studie kommt u. a. zu dem Ergebnis, dass Großunternehmen Industrie‑4.0‑Technologien deutlich häufiger nutzen als KMU; am weitesten verbreitet sind Traceability‑Lösungen und Sensorik. Besonders wertvoll bewerten Unternehmen digitale Anwendungen für Produktionssteuerung, Qualitätsprüfung und Produktnutzung; KI wird als wichtig eingeschätzt, während die Verwaltungsschale bislang kaum Bedeutung hat. Gleichzeitig wird Remanufacturing nur selten datenbasiert unterstützt – hier sehen die Forschenden großes Potenzial.
Als zentrale Hürden nennt die Expertise fehlende bzw. schwer verfügbare Lieferkettendaten, unklare gesetzliche Rahmenbedingungen sowie komplexe Zulassungs- und Zertifizierungsanforderungen; KMU sind zusätzlich durch knappe Ressourcen, fehlendes Know-how und Bürokratie belastet. Empfohlen wird ein schrittweiser Einstieg, der Aufbau von Datenökosystemen sowie der Einsatz von KI und Datenanalysen, ergänzt durch einen praxisorientierten Leitfaden und Unterstützungsangebote (inkl. Förderung) sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen. Die Expertise ist kostenlos auf der acatech-Webseite verfügbar.
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„Unternehmen benötigen verlässliche und praktikable Rahmenbedingungen, um Investitionen in zirkuläre Wertschöpfung und digitale Technologien langfristig planen zu können“, betont Prof. Joachim Metternich, Institutsleiter am PTW und Leiter der Expertise.
Die Expertise steht auf der Acatech Webseite zum kostenlosen Download zur Verfügung: www.acatech.de
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