Hannover Messe fokussiert KI in der Anwendung

Impressionen, Eingang Nord, Besucher
Impressionen, Eingang Nord, BesucherBild: Deutsche Messe AG

Die Hannover Messe 2026 zeigt vom 20. bis zum 24. April wie KI, Automatisierung, Digitalisierung, Energiesysteme sowie Forschung für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit ineinandergreifen. Besonders im Fokus steht dabei industrielle künstliche Intelligenz. Sie analysiert Produktionsdaten in Echtzeit, optimiert Prozesse und ermöglicht eine intelligente, adaptive Steuerung von Produktionsabläufen. Dies verspricht Effizienzgewinne, höhere Produktivität und ein bewussterer Einsatz von Ressourcen – zugleich eröffnet sie Unternehmen neue datengetriebene Geschäftsmodelle und zusätzliche Wertschöpfungspotenziale. 2026 wird erstmals auch das Thema Physical AI eine zentrale Rolle spielen. Gemeint sind KI-Systeme, die unmittelbar mit der physischen Welt interagieren – etwa in Maschinen, Anlagen oder Robotern. „KI wird damit zur produktiven Kraft in der Fabrik – insbesondere bei industriellen und humanoiden Robotern. Das werden wir auf den Ständen der Robotikaussteller der Hannover Messe eindrucksvoll erleben“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe.

Insgesamt werden rund 3.500 Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektro- und Digitalindustrie sowie Energiewirtschaft ihre Produkte präsentieren. Darunter sind ‚alte Bekannte‘ sowie einige Neuaussteller. So wird Rockwell Automation erstmals seit vielen Jahren wieder in Hannover vertreten sein. Im Bereich Robotik stellt das Unternehmen Agile Robots auf der Hannover Messe aus. Gezeigt werden sowohl industrielle als auch humanoide Robotersysteme. Neu auf der Messe ist zudem DMG Mori. Der Werkzeugmaschinenhersteller präsentiert bei seiner Messepremiere, aktuelle Entwicklungen rund um vernetzte Fertigung, digitale Zwillinge und automatisierte Produktion. Auch Bosch Connected Industry wird in Hannover erstmals vertreten sein. Das Unternehmen präsentiert IoT- und KI-Systeme für industrielle Anwendungen – von intelligenter Instandhaltung über vernetzte Produktionsprozesse bis hin zu datenbasierten Services. Schwarz Digits feiert ebenfalls Messepremiere und stellt den Aufbau KI-gestützter Daten- und Cloud-Infrastrukturen für industrielle Anwendungen sowie die Entwicklung von KI-Ökosystemen in den Fokus. Weitere neue Aussteller sind u.a. Jumo, Denso, Wandelbots und German Edge Cloud.

Neue Themenstruktur, neues Hallenlayout

Eine zentrale Neuerung ist die überarbeitete Themenstruktur, die sich in einem neuen Hallenlayout widerspiegelt. So werden die Hallen 2 bis 9, in denen bisher ein großer Teil des Messegeschehens stattfand, in diesem Jahr nicht genutzt. Dafür rücken die inneren Messehallen in den Fokus. Anbieter industrieller Software finden Interessierte etwa in den Hallen 14 bis 17. Um KI in der Fertigung geht es in Halle 27 und Anbieter aus dem Bereich IT- und OT-Security finden sich in Halle 26.

Neue Networking-Formate

Neben der räumlichen Neuausrichtung will die Deutsche Messe mit neuen Wissens- und Networking-Formaten noch stärker auf inhaltliche Tiefe setzen. So können sich Experten und Anwender praxisnah über konkrete Herausforderungen und deren Lösungen austauschen. Ob Masterclasses, Roundtables, Expert Stages oder Matchmaking: Die neuen Angebote machen die Messe zum zentralen Ort für Business, Innovation und Networking.

Neue Center Stage

Auf der neuen Center Stage kommen führende Köpfe aus Industrie, Politik und Forschung zusammen, um konkrete Konzepte für die Zukunft der Industrie zu diskutieren. Zu den Sprecherinnen und Sprechern zählen etwa Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, die Unternehmerin Verena Pausder, die Zukunftsforscherin Amy Webb, Accenture-CEO Julie Sweet sowie Bundesdigitalminister Karsten Wildberger und Armin Papperger, CEO von Rheinmetall. Eine Übersicht über das Programm finden Sie auf den Folgeseiten.

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