Digitale Zwillinge für die Produktion von morgen

fortiss Wissenschaftler Sebastian Bergemann und Andreas Bayha haben das Projekt BaSys4 Transfer nach dreijähriger Arbeit erfolgreich abgeschlossen.
fortiss Wissenschaftler Sebastian Bergemann und Andreas Bayha haben das Projekt BaSys4 Transfer nach dreijähriger Arbeit erfolgreich abgeschlossen.Bild: fortiss GmbH

Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), entwickelte Fortiss gemeinsam mit den Partnern Bosch Rexroth, Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI), EAW, Festo, Fraunhofer IESE, HTW Berlin, Lenze, Objective Partner, PSI, RWTH Aachen, SMS Group und Xitaso im Rahmen des Projekts BaSys4Transfer eine offene, modellbasierte Softwareplattform, die den Transfer von Industrie-4.0-Technologien in die industrielle Praxis ermöglicht.

Mit Open Source zum digitalen Zwilling

Im Zentrum steht das Eclipse-BaSyx-Framework – eine Open-Source-Plattform zur Umsetzung sogenannter Verwaltungsschalen (Asset Administration Shells, AAS). Diese bilden den digitalen Zwilling von Maschinen, Komponenten oder Prozessen ab und schaffen eine standardisierte Datengrundlage für Industrie 4.0. Die Partner betonen, dass durch die kostenfreie und quelloffene Implementierung besonders kleine und mittlere Unternehmen von der Einführung flexibler, datengetriebener Produktionsarchitekturen profitieren.

Das Fortiss-Team entwickelte unter der Leitung von Andreas Bayha (Kompetenzfeldleiter Model-based Systems Engineering) Methoden zur automatischen Erkennung von Abweichungen zwischen Daten über Disziplinen, Werkzeuge und Datenquellen hinweg. So wird die Konsistenz zwischen Teilmodellen von AAS und Engineering-Modellen sichergestellt, was fundierte und präzise Entscheidungen im Engineering untersützt. Auf dieser Basis lassen sich Anlagenarchitekturen digital bewerten, optimieren und schnell an neue Produkte anpassen, Stillstandzeiten reduzieren sowie Produkteinführungen beschleunigen. Die Ergebnisse des Projekts werden derzeit für eine breitere industrielle Nutzung aufbereitet. Die Forschenden gehen davon aus, dass BaSys4Transfer die zukünftige Forschung digitalisierter, anpassungsfähiger Fertigungssysteme maßgeblich prägen wird.

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