7. Comeback der Augmented Reality

Augmentir prognostiziert ferner, dass Augmented Reality (AR) 2026 ein Revival feiert – in speziellen Einsatzbereichen, kombiniert mit KI. Wenn Menschen eine Aufgabe das erste Mal ausführen, zeigt industrielle AR präzise, wo angepackt, kontrolliert oder bedient werden muss. Sie lotst unerfahrene Arbeitskräfte sicher durch alle Schritte und Handgriffe: Sei es beim Umrüsten, beim Lockout-Tagout (LOTO) oder bei komplexen Montagen. Russ Fadel, ein Pionier auf dem Gebiet, betont: „AR baut heute auf nativer KI auf, um Mitarbeitenden dynamisch immersive Anleitungen an die Hand zu geben. Sobald jemand seinen Job jedoch beherrscht, benötigt er die AR-Hilfe kaum noch.“

8. Der Kampf gegen Schatten-KI beginnt

Als weiteren Aspekt beschreibt Augemtir, dass das Personal seine Arbeitgeber immer mehr in Zugzwang bringt, ihm KI-basierte Werkzeuge bereitzustellen. Laut Bitkom gehen 4 von 10 Unternehmen davon aus, dass Mitarbeitende private KI-Tools am Arbeitsplatz einsetzen. Um dem Wildwuchs vorzubeugen, hat knapp ein Viertel bereits Regeln für den Einsatz von künstlicher Intelligenz aufgestellt. Dass Guidelines alleine nicht helfen, habe jedoch vor Jahren das Thema „Nutzung eigener Handys für berufliche Aufgaben“ gezeigt, so Augmentir. Gegen Schatten-KI helfe vielmehr eine Kombination aus Governance und einer fortschrittlichen, bedarfsgerechten Ausstattung. Wenn die bereitgestellten Technologien – etwa für Connected Worker – im Betrieb besser unterstützen als eine Standard-App, entzieht das dem unkontrollierten Gebrauch privater Systeme schnell den Grund.

Fazit

Augmentir sieht in den Trends einen Beleg für die technologischen Veränderungen der vergangenen Jahre hinsichtlich generativer KI, KI-Assistenten und KI-Agenten. Weitere massive Technologiesprünge seien für 2026 nicht in Sicht, so der software-Hersteller. Zudem werde der Bedarf an Regeln und ethischen Grenzen erkannt. Nach Ansicht von Augmentir kann es nach dem Hype nun in die konkrete Umsetzung gehen. Eine Chance, die deutsche Unternehmen mit Blick auf den internationalen Wettbewerb nutzen sollten. „Dabei liegt der Schlüssel zum Erfolg nicht nur in Investitionen und Tools, sondern auch in der Art und Weise, wie wir als Menschen mit den neuen Möglichkeiten umgehen“, betont Augmentir-CEO Russ Fadel.

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