
„Letztes Jahr haben Capgeminis Top 5 Tech Trends die Entstehung kleinerer Gen-AI-Sprachmodelle und KI-Agenten vorhergesagt; beides wurde zur Realität. Wir haben auch auf die Bedeutung der Post-Quanten-Kryptographie hingewiesen, was durch die Veröffentlichung der Standards des National Institute of Standards and Technology im vergangenen Sommer bestätigt wurde. Und wie erwartet standen Halbleiter im Jahr 2024 im Mittelpunkt des Interesses, wobei die massive Nutzung von KI und generativer KI sowie Veränderungen in der Marktdynamik zu bedeutenden Entwicklungen führten“, erklärt Pascal Brier, Chief Innovation Officer bei Capgemini und Mitglied des Group Executive Committee. „2025 werden KI und generative KI einen großen Einfluss auf die Agenden der Unternehmen und auch auf viele angrenzende Technologiebereiche wie Robotik, Lieferketten oder den Energiemix von morgen haben.“
1) Generative KI: Von Copiloten zu logisch denkenden KI-Agenten
Die generative KI tritt nun in die Phase der „Agentifizierung“ ein, in der sich KI-Systeme von der Bewältigung isolierten Aufgaben hin zu spezialisierten, vernetzten Agenten entwickeln. Tatsächlich sehen 32 Prozent von 1.500 weltweit befragten Top-Führungskräften in einer noch unveröffentlichten Umfrage des Capgemini Research Institute[1] KI-Agenten als den wichtigsten Technologietrend im Bereich Daten und KI für 2025. Dank der zunehmenden Fähigkeiten des logischen Denkens in Gen-KI-Modellen werden diese autonomer arbeiten und gleichzeitig zuverlässigere, evidenzbasierte Ergebnisse liefern. Sie werden in der Lage sein, Aufgaben wie Lieferketten und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) ohne ständige menschliche Aufsicht zu bewältigen. KI-Systeme können dynamische Entscheidungen in sensibleren Umgebungen treffen, in denen Korrektheit von größter Bedeutung ist. Der nächste Schritt wird die Entwicklung eines Superagenten sein, der mehrere KI-Systeme koordiniert und ihre Interaktionen optimiert. Im Jahr 2025 werden diese Fortschritte neue KI-Ökosysteme in verschiedenen Branchen ermöglichen und neue Effizienz- und Innovationsniveaus schaffen.
Warum das wichtig ist: Mit der Weiterentwicklung von KI-Modellen haben Transformationsmodelle und andere Gen-KI-Architekturen ein neues Niveau an Komplexität und Genauigkeit erreicht. Dadurch sind Multi-Agenten-Systeme für reale, komplexe und dynamische Entscheidungen auch in unvorhersehbaren Situationen geeignet. Dies wird in Branchen wie beispielsweise Gesundheit, Recht und Finanzen ein größeres Potenzial freisetzen. 2) Cybersicherheit: Neue Abwehrmechanismen, neue Bedrohungen
KI verändert die Cybersicherheit und ermöglicht sowohl ausgefeiltere KI-gestützte Cyberangriffe als auch fortschrittlichere KI-gestützte Abwehrmechanismen. So geben in einer jüngst veröffentlichten Studie des Capgemini Research Institute fast alle befragten Organisationen (97%) an, dass sie im vergangenen Jahr auf Sicherheitsverletzungen oder -probleme im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI gestoßen sind. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
Präzise 2D-Inspektion mit nativer Edge-Intelligenz
In den letzten Jahren sind Unternehmen durch die Arbeit im Homeoffice einer größeren Angriffsfläche und Anfälligkeit für diese Bedrohungen ausgesetzt. Tatsächlich nennen 44 Prozent der Top-Führungskräfte in der noch unveröffentlichten Studie die Auswirkungen von Gen-KI im Cyberbereich als das Top-Technologiethema im Bereich Cybersicherheit für 2025. Um diese Risiken zu mindern, wurden erneut Investitionen und Innovationen in die Endpunkt- und Netzwerksicherheit getätigt. Auch stiegen die Bemühungen zur Automatisierung der Bedrohungserkennung, insbesondere durch KI-gestützte Bedrohungsinformationen. Nicht zuletzt beschäftigte man sich mit Blick auf die Zukunft mit verbesserten Verschlüsselungsalgorithmen, darunter insbesondere der Post-Quanten-Kryptographie, um so Schutz vor der nächsten erwarteten Störung zu erlangen: der Bedrohungen durch Quantencomputer. Diese Entwicklung markiert einen umfassenderen Wandel in der Art und Weise, wie Unternehmen mit Sicherheit umgehen und Vertrauen in ihre zunehmend autonomen Systeme aufbauen.
Warum das wichtig ist: Im Jahr 2025 werden generative KI-gestützte Cyberangriffe ausgefeilter und weit verbreitet sein; die Risiken für Unternehmen steigen. Da KI eine immer größere Rolle bei der Entscheidungsfindung und Betriebssteuerung spielt, wird es gleichzeitig immer wichtiger, dass Menschen diesen Systemen vertrauen. Aber es geht nicht nur darum, sicher zu sein – es geht darum, sich sicher zu fühlen. Die Cybersicherheit muss sowohl technische als auch psychologische Aspekte berücksichtigen, um so das Vertrauen in die Systeme zu gewährleisten, auf die sich die Menschen täglich verlassen. 3) Datengetriebene Robotik: Die Grenze zwischen Mensch und Maschine verschwimmt
Fortschritte in der KI-Technologie haben die Entwicklung von Robotern der nächsten Generation beschleunigt, die auf Innovationen in der Mechatronik aufbauen und über traditionelle industrielle Anwendungen hinausgehen. Die Robotik war früher von fest programmierten, aufgabenspezifischen Maschinen dominiert. Heute treibt die Entwicklung der generativen KI die Entwicklung neuer Produkte (einschließlich humanoider Roboter und kollaborativer Roboter – oder Cobots) voran, die sich an verschiedene Szenarien anpassen und kontinuierlich von ihrer Umgebung lernen können. Laut der demnächst erscheinenden Studie des Capgemini Research Institute sehen 24 Prozent der Top-Führungskräfte und 43 Prozent der Risikokapitalgeber KI-gesteuerte Automatisierung und Robotik als einen der drei wichtigsten Technologietrends im Bereich Daten und KI im Jahr 2025. Mit immer autonomer agierenden Robotern und einer KI, die komplexe Entscheidungsfunktionen übernimmt, könnte sich die traditionelle Autoritätsstruktur verschieben. Der Aufstieg von KI-gesteuerten Maschinen, die menschliches Verhalten imitieren, stellt unser Verständnis von Führung, Verantwortung und Zusammenarbeit in Frage und zwingt uns letztlich dazu, die Rolle des Menschen zu überdenken.














