
Sieben deutsche Regionen liegen im aktuellen Global Innovation Index der Weltorganisation für geistiges Eigentum (World Intellectual Property Organization, WIPO) unter den 100 der weltweit führenden Innovationscluster: München, Berlin, Köln, Stuttgart, Frankfurt am Main, Heidelberg-Mannheim und Hamburg. „Impulse für Fortschritt und Prosperität kommen aus zahlreichen Regionen unseres Landes. Dass Deutschland mit sieben Innovationsclustern in den weltweit Top 100 vertreten ist, unterstreicht dies“, kommentiert die Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts, Eva Schewior. „Um aus kreativen Ideen und technologischem Fortschritt wirtschaftliche Stärke erwachsen zu lassen, hat Risikokapital eine wichtige Funktion – etwa für Start-Ups. Ich begrüße, dass die WIPO nun Risikokapitalgeschäfte in die Kriterien für das Innovationscluster-Ranking aufgenommen hat.“
Für den Global Innovation Index betrachtet die WIPO die Innovationskraft von 133 Ländern. Sie ermittelt dabei anhand verschiedener Kriterien Regionen, die eine besondere Innovationskraft auszeichnet. Die 100 weltweit stärksten Innovationscluster aus dem Global Innovation Index wurden vorab am heutigen Montag, 1. September, veröffentlicht. Sie verteilen sich auf 33 Volkswirtschaften.
Um die lokale Konzentration von Innovationstätigkeiten zu ermitteln, setzte die WIPO erstmals auch die Anzahl von Risikogeschäften als Kriterium an. Erfasst wird der Standort von Unternehmen, die Risikokapital empfangen. Dies soll insbesondere aufzeigen, wie das Wissen aus Wissenschaft und Technologie letztlich in wirtschaftliche Ergebnisse umgesetzt wird. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
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Mit sieben Regionen in den Top 100 ist Deutschland das Land mit den drittmeisten Clustern. China (24 Cluster) und die USA (22 Cluster) heben sich an der Spitze allerdings deutlich ab. Indien und Großbritannien sind mit jeweils vier Clustern in den Top 100, Kanada, Japan und die Republik Korea mit jeweils drei Clustern.
Berlin und Hamburg profitieren von neuen Kriterien
München belegt Rang 27 und ist damit die bestplatzierte deutsche Region und nach Paris und Amsterdam das höchstbewertete EU-Cluster in der WIPO-Erhebung. Gegenüber der früheren Systematik hat München allerdings Ränge verloren. Berlin und Hamburg profitieren am stärksten von der Risikokapital-Variabel. Berlin landet auf Rang 30, Hamburg steigt auf Rang 91 neu in die Top 100 ein. Zwischen den Genannten liegen Köln (Platz 43), Stuttgart (Platz 54), Frankfurt am Main (Platz 64) und Heidelberg-Mannheim (Platz 87).
Die Berücksichtigung von Risikokapitalgeschäften als Kriterium für den WIPO-Index hat die internationale Rangliste verändert. Auch sind die Ergebnisse laut DPMA aufgrund der angepassten Kriterien nicht direkt mit den Vorjahren vergleichbar. An die Spitze der Rangliste liegt nach der neuen Systematik Shenzhen–Hongkong–Guangzhou (China) und überholte damit Tokio-Yokohama (Japan). Auf den dritten Platz vorgerückt ist San José-San Francisco (USA). Auf Beijing (China) auf Platz vier folgen Seoul (Republik Korea), Shanghai–Suzhou (China) und New York City (Vereinigte Staaten).
Das Cluster-Ranking des Global Innovation Index gibt es seit 2017. Es zeigt die Konzentration von Innovationstätigkeiten anhand von drei Schlüsselindikatoren auf: internationale Patentanmeldungen nach dem Vertrag über die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens (PCT) der WIPO, wissenschaftliche Veröffentlichungen und Risikokapitalgeschäfte.
Der komplette Global Innovation Index wird am Dienstag, 16. September, veröffentlicht.














