Unternehmen in Deutschland wappnen sich häufig mit Cyberversicherungen gegen mögliche Schäden durch Cyberkriminalität. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Befragung des ZEW Mannheim, an der sich von Mitte März bis Mitte April rund 1.200 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und der Informationswirtschaft mit Sitz in Deutschland beteiligt haben. In der Informationswirtschaft hat etwa die Hälfte der Unternehmen eine Cyberversicherung abgeschlossen. Dabei steigt deren Verbreitung mit der Unternehmensgröße. Große Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten verfügen etwa zu zwei Dritteln über eine Cyberversicherung. Bei den mittleren Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten sind es noch 59 Prozent, bei kleinen Unternehmen sind es 46 Prozent. Die höhere Nutzungsrate von Cyberversicherungen bei größeren Unternehmen ist aus Sicht der Autoren insofern plausibel, weil sie häufiger zum Ziel von Cyberattacken werden. Über alle Größenklassen hinweg plant etwa jedes fünfte Unternehmen künftig eine Cyberversicherung abzuschließen. Im Vergleich zur Informationswirtschaft variiert die Verbreitung von Cyberversicherungen im verarbeitenden Gewerbe noch stärker mit der Unternehmensgröße. Bei den kleinen Unternehmen mit fünf bis 19 Beschäftigten verfügt etwa ein Drittel derzeit über eine solche Versicherung. Dieser Anteil steigt bei mittleren Unternehmen auf 47 Prozent und bei großen Unternehmen sogar auf 64 Prozent.
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