Scheinwerfer CO2-optimiert

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SymbolbildBild: ©Oleksiy Mark/Scanrail/stock.adobe.com

Nach mehr als dreijähriger Arbeit haben die Projektpartner des Vorhabens ‚Nalyses‘ (Nachhaltigkeitsoptimiertes Life Cycle Assessment technologisch hochkomplexer mechatronischer Produkte) ihre Ergebnisse präsentiert. In dem vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Projekt wurden Methoden und Technologien entwickelt, um den ökologischen Fußabdruck komplexer mechatronischer Produkte signifikant zu reduzieren und diese fit für die Kreislaufwirtschaft zu machen. Beteiligt war auch die Fachgruppe ‚Regelungstechnik und Mechatronik‘ des Heinz Nixdorf Instituts der Universität Paderborn.

Ein neuer Scheinwerfer

Für einen erfolgreichen Transfer in die Praxis haben die Projektbeteiligten exemplarisch an einem modernen Automobilscheinwerfer gearbeitet. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Heinz Nixdorf Instituts entwickelten dabei Algorithmen zur dynamischen und energieeffizienten Anpassung der Lichtverteilung. Damit gelang es ihnen, den Energieverbrauch von Matrix-LED-Scheinwerfern in der Nutzungsphase deutlich zu senken. „Durch die Integration von 3D-Umgebungsmodellen und durch die Analyse virtueller Sensordaten konnten wir einen Steueralgorithmus realisieren, der die Grundlage für eine effiziente Beleuchtung während der Fahrt bildet“, erklärt Niklas Fittkau, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Heinz Nixdorf Institut.

Geschlossener Produktlebenszyklus

Neben dem Heinz Nixdorf Institut waren auch Forvia Hella (Konsortialführer), die BMW Group, Covestro, die Geba Group, die Hochschule Hamm-Lippstadt und das Fraunhofer IEM an dem Projekt beteiligt. Das Konsortium hat gemeinsam an Lösungen für einen geschlossenen Produktlebenszyklus gearbeitet und dabei auch Aspekte wie die Materialzusammensetzung und Entsorgung berücksichtigt. Als Ergebnis präsentierten die Beteiligten einen Scheinwerfer, dessen CO2-Fußabdruck um 52% geringer ausfiel als der aktuell eingesetzter Modelle.

Bei Forvia Hella und der BMW Group sollen die Projektergebnisse in die Entwicklung künftiger Scheinwerfergenerationen einfließen.

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