Rechenzentren: Deutschland verliert den Anschluss

Laut Bitkom-Studie ‚Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen 2024‘, die vom Borderstep Institut durchgeführt wurde, zeigt auch die Leistung von Rechenzentren, die in W gemessen wird, den Rückstand vor allem gegenüber Vorreiter-Nationen wie USA und China an. Aktuell verfügen die Rechenzentren hierzulande über eine IT-Anschlussleistung von 2,7GW, im Jahr 2030 werden es voraussichtlich 4,8GW sein. Demgegenüber verfügen die Vereinigten Staaten mit aktuell 48GW und im Jahr 2030 rund 95GW über etwa 20-mal mehr Kapazitäten als Deutschland. Demnach liegt China mit 38GW im Jahr 2024 und 64,3GW in 2030 weltweit auf Rang zwei. Innerhalb Europas verfügt Deutschland zwar weiterhin über die höchsten Rechenkapazitäten. Aktuell investieren die Betreiber jährlich 2,9 Milliarden Euro in Gebäude und technische Gebäudeausrüstung sowie weitere 10 Milliarden Euro in IT-Hardware. Gleichwohl liegt die Rechenleistung bezogen auf die Wirtschaftskraft im Vergleich zu anderen Nationen auf einem niedrigen Niveau. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt ist die Anschlussleistung der Rechenzentren (610kW pro Mrd. Euro BIP) in Deutschland geringer als etwa in Großbritannien (670) oder den Niederlanden (930). An der Spitze liegt Irland (2.310), was vor allem an den Niederlassungen großer Tech-Unternehmen in dem Land liegt.

www.bitkom.org