Quantencomputer und Drohnenschwärme

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Bild: ZenaTech

Ende vergangenen Jahres ließen die Fortschritte des Google Quant-Teams die Kurse von Quantencomputing-Unternehmen zumindest kurzfristig steigen. In der Praxis können sie das Leben komplett verändern. Ein großer Profiteur dieser Entwicklung dürfte das Verkehrswesen sein. Dort ergeben sich für das Autonome Fahren und die Drohnentechnologie neue Möglichkeiten. Ein Anbieter, der sich in diesem Feld bewegt, ist das kanadische Unternehmen ZenaTech. Das Unternehmen will mit Hilfe von Quantencomputing Innovationen für KI-Drohnen und Drohnenschwärme ermöglichen.

Was steckt eigentlich hinter Quantencomputern?

Bisherige Computer, auch die Superrechner von IBM oder Nvidia, arbeiten auf Basis der Zustände 0 oder 1. Quantencomputing lässt Entwickler von ‚unbegrenzter‘ Verarbeitungsgeschwindigkeit träumen. Beim Quantencomputer wird statt mit 0 oder 1 mit sogenannten Qbits gearbeitet, was in etwa dem Bit im klassischen Computer ähnelt. Ein Qbit kann durch die Prinzipien der Quantenmechanik eine Vielzahl von Zuständen annehmen. Folglich könnten riesige Datenmengen parallel statt nacheinander abgearbeitet werden. Das Problem: Ein geordnetes Zusammenarbeiten und kontrollieren der Zustände von Qbits war bisher nicht möglich. Diese sogenannte Fehlerrate führt dazu, dass je mehr Qbits im Einsatz sind, desto mehr Fehler entstehen; die Fehlerrate steigt. Es gilt also, die Fehlerrate zu reduzieren.

Google meldet Durchbruch

Im Dezember 2024 meldete das Quant-Team von Google einen Durchbruch. Der neue Quantenchip namens Willow führte eine mathematische Berechnung in weniger als fünf Minuten aus. Die schnellsten heutigen Supercomputer hätten hierfür zehn Septillionen Jahre gebraucht. Dabei konnten die Experten bei steigender Anzahl an Qbits und Rechenleistung die Fehlerrate exponentiell reduzieren, wie sie in einem Beitrag in der Zeitschrift Nature mitteilten. Damit könnte der erste Schritt zur erfolgreichen Quantenfehlerkorrektur gemacht worden sein – nach mehr als drei Jahrzehnten an Forschungsarbeit. Nvidia arbeitet künftig mit Google Quantum KI zusammen, um die Quantencomputer der nächsten Generation zu entwickeln.

Sollte die Entwicklung weiter fortschreiten, werden Quantencomputern viele Bereiche unserer Gesellschaft verändern. Ein strategisches Anwendungsfeld ist dabei das Verkehrswesen. Hier könnten vor allem beim autonomen Fahren oder beim Einsatz von autonomen KI-Drohnen große Fortschritte erzielt werden – etwa eine effiziente Nutzung der riesigen Datenmengen. In diesem Bereich positioniert sich ZenaTech. Der kanadische Dohnenspezialist hat seine Wurzeln im Software-as-a-Service-Bereich. Das Unternehmen bietet Drohnen an, die mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattet sind, und kündigte darüber hinaus die Arbeit an einem Quantencomputing-Projekt an, das sich mit Drohnenschwärmen für Anwendungen wie Verkehrsmanagement, Wettervorhersagen oder auch die Waldbrandbekämpfung befasst. Quantencomputing könnte Daten, Berechnungen und Algorithmen mehrerer Drohnen so verwalten, dass Drohnenschwärme effizient als eine Einheit arbeiten. Dadurch könnten die genannten Anwendungen ein großes geografisches Gebiet besser abdecken.

www.zenatech.com