Ostdeutscher Maschinenbau: schwierige Suche nach Azubis

 Rückläufige Bewerberzahlen für gewerblich-technische 
Ausbildungsplätze: Vergleich 2015 bis 2023
Rückläufige Bewerberzahlen für gewerblich-technische Ausbildungsplätze: Vergleich 2015 bis 2023Bild: VDMA e.V.

Die Suche nach geeigneten Auszubildenden im Maschinenbau verlief vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2023/2024 nur in etwa jedem dritten Ausbildungsbetrieb reibungslos. Vor allem die rückläufigen Bewerbungszahlen setzten den Firmen zu. Dies ergab eine Umfrage des VDMA Ost unter 350 Mitgliedern in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Fast 60 Prozent der Betriebe hatte demnach Probleme, geeignete Jugendliche für eine kaufmännische oder gewerblich-technische Berufsausbildung zu gewinnen. Besonders schwierig ist die Lage laut Oliver Köhn, Geschäftsführer des VDMA Ost, zufolge in den technischen Berufsfeldern. Vier von zehn Firmen berichten über Ausbildungsplätze. Nur wenige der Betriebe, die zum Umfragezeitpunkt Ende Juni/Mitte Juli die gewerblich-technischen Ausbildungsstellen nicht besetzen konnten, hatten Hoffnung, dies bis zum Ausbildungsstart ändern zu können. 15 Prozent von ihnen bewerteten die Erfolgsaussichten als ‚eher hoch‘ und 4 Prozent als ’sehr hoch‘. 70 Prozent dieser Maschinenbau-Unternehmen schätzten dagegen die Chancen ‚eher niedrig‘ ein, weitere 11 Prozent nannten sie ‚aussichtslos‘. 97 Prozent der Unternehmen, die Probleme bei der Azubi-Suche hatten, gaben als Grund die fallenden Bewerberzahlen an.