Auch die Siemens-Geschäftseinheit Smart Infrastructure Buildings setzt KI im Arbeitsalltag ein: Ein eigener KI-Assistent soll die mehr als 10.000 Technikerinnen und Techniker des Außendienstes dabei unterstützen, Reportings mit weniger Aufwand zu verfassen. Das gibt ihnen mehr Zeit für die eigentliche Kundenarbeit.

An den Beispielen zeigt sich, dass sich das volle Potenzial der KI nur dann entfalten kann, wenn man nicht nur die Technologie zur Verfügung stellt, sondern sie auch den Bedürfnissen der Organisationen entsprechend entwickelt, testet und dann – genau wie die KI in der Produktion selbst – in ein optimiertes Netzwerk von Prozessen integriert.

Dabei ist es besonders wichtig, den Mitarbeitenden die Benefits der Technologie klar zu kommunizieren. Die Umfrage zeigt, dass 37,8 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass KI ihre Produktivität steigert. Zudem berichten 18,2 Prozent von Verbesserungen beim Zeitmanagement und 6,5 Prozent geben an, dass KI ihre Kreativität fördert. Allerdings können immer noch 24,5 Prozent der Befragten nicht konkret sagen, wie die KI ihnen helfen kann.

Buy-In vom C-Level ist essenziell

Für die erfolgreiche Integration der KI ist deshalb ein konsequentes Buy-In der Unternehmensspitze unerlässlich. Das Top-Management muss nicht nur ein Vorbild sein, sondern auch die KI-Implementierung in der direkten Verantwortung vorantreiben. Darüber hinaus bedarf es auch der richtigen Rahmenbedingungen für diese Transformation: die technische Infrastruktur und Rechtssicherheit sowie Abstimmungen mit relevanten Gruppen wie dem Betriebsrat oder ähnlichen Instanzen. Das sind alles Punkte, die sich durch ein effektives Buy-In von der Unternehmensspitze bis hin zu jedem Arbeitsplatz enorm beschleunigen lassen.

Am Ende gilt: KI ist in der Produktionsbranche bereits verankert. Der Einsatz außerhalb der Werkshallen und Fertigungen, in den Büros und Home-Offices kann nun der Industrie helfen, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder sogar auszubauen.

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