KIT Chipdesign House soll europäische Produktion voranbringen

Silicon Wafers and Microcircuits with Automation system control application on automate robot arm
Silicon Wafers and Microcircuits with Automation system control application on automate robot armBild: ©xiaoliangge/stock.adobe.com

„Die Nachfrage nach leistungsstarken und effizienten Chips für die digitale Transformation nimmt weiterhin zu“, erklärt Professor Mehdi B. Tahoori vom Institut für Technische Informatik des KIT. „Der meiste Umsatz wird dabei von Chip-Giganten außerhalb von Europa gemacht.“ „Es ist dringend notwendig, die Produktion sowie deren Entwicklungsmöglichkeiten in Europa zu fördern, um kritische globale Abhängigkeiten zu reduzieren und die digitale Souveränität Deutschlands und Europas zu sichern“, sagt Professor Oliver Kraft, in Vertretung des Präsidenten. Mit dem geplanten KIT Chipdesign House (KCH) möchte das KIT eine führende Rolle in der Koordination im Chipdesign in Baden-Württemberg und darüber hinaus einnehmen. Im Fokus steht eine umfassende Ausbildung für Fachkräfte im Chipdesign. „Im KCH wollen wir gemeinsam mit Partnern einen interdisziplinären Master-Studiengang im Chipdesign entwickeln“, sagt Professor Jürgen Becker vom Institut für Technik der Informationsverarbeitung des KIT. „Dieser soll neben praxisorientierten Vorlesungen auch Workshops und Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten aus der Industrie anbieten, die zukünftige Fach- und Führungskräfte umfassend ausbilden.“ Zur Stärkung des Halbleiterökosystems in der EU wurde die Verordnung über den Europäischen Chip Act 2023 als Maßnahmenpaket beschlossen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert das KIT Chipdesign House bis 2027 mit etwa einer Million Euro.

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