Hat die Automatisierungspyramide ausgedient?

202502 MPDV SmartFactoryHive gross

In einem Zeitalter, in dem die Vernetzung stetig zunimmt, stoßen traditionelle Methoden der Informationsverarbeitung an ihre Grenzen. Denn: „Ein wesentlicher Nachteil der Pyramidendarstellung ist, dass immer nur direkt benachbarte Schichten miteinander kommunizieren – und das meist in proprietären Protokollen. Heutzutage hat die Vernetzung deutlich zugenommen, sodass dieses Kommunikationsprinzip nicht mehr zielführend ist“, begründet Peter Hofmann, Manager Innovation bei MPDV. Der Smart Factory Hive überwindet diese Barrieren und bildet ein engmaschiges Kommunikationsnetzwerk, in dem jedes System mit jedem anderen interagieren kann.

Das Kernstück des Smart Factory Hive

Genau hier setzt der Plattformgedanke an. Mit der Manufacturing Integration Platform (MIP) hat MPDV diesen Weg bereits eingeschlagen. Das Prinzip dahinter: Alle Systeme und Devices kommunizieren mit der MIP über je eine Schnittstelle, die zudem standardisiert ist. Das reduziert die Komplexität und erhöht die Vielfalt an herstellerunabhängigen Anbindungsmöglichkeiten.

In Anlehnung an die Natur

Um das neue Modell zu visualisieren, haben die Experten von MPDV die Wabendarstellung gewählt. Wie in einem Bienenstock ist die Struktur funktional, flexibel und klar organisiert. Diese Visualisierung soll den Aufbau der komplexen IT-Architektur verdeutlichen. Der Smart Factory Hive besteht aus vier Schichten, die die Fertigungs-IT darstellen:

  • Data/Shopfloor: Hier sind alle Datenlieferanten angesiedelt, die auch Aggregationsplattformen auf Basis von Industrial Internet of Things (IIoT) sein können.
  • Integration: Die Integrationsplattform sorgt dafür, dass jeder die Daten bekommt, die er benötigt.
  • Applications: Jede Art von Anwendung für die Fertigungs-IT ist auf dieser Schicht zu Hause.
  • User Groups: Die einzelnen Benutzergruppen im Unternehmen sind der obersten Schicht zugeordnet.

Vorteile für die Industrie

Für Kunden aus Industrie und Fertigung verspricht MPDV mit dem Modell eine erhebliche Verbesserung der Prozesssteuerung und -integration. Der Plattformansatz führt alle relevanten Datenlieferanten, Integrationen, Anwendungen und Benutzergruppen in einer klar strukturierten Architektur zusammen. Dies erleichtert nicht nur die Datennutzung, sondern ist auch ein Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen, da sie auf diese Weise agiler auf Marktentwicklungen reagieren können.

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