
Für den Einsatz von künstlicher Intelligenz braucht es Menschen, die einerseits ein tiefes Verständnis von dieser Technologie und andererseits eine Vorstellung davon haben, welches Ergebnis ein Tool liefern soll. Denn neue Anwendungen zeigen immer wieder, dass Unternehmen auf vielfältige Weise von KI profitieren. Gleichzeitig diskutieren Fachleute, wie der Einsatz von KI reguliert werden kann, um Missbrauch zu verhindern und Persönlichkeitsrechte zu schützen. Aber auch Cyberkriminelle nutzen KI für Attacken und schreiben bessere Phishing-Mails oder automatisieren die Suche nach Schwachstellen im IT-Netzwerk. Angesichts der aktuellen Diskussionen stellen sich Fragen, wie Angestellte ihren Wissenstand in Bezug auf KI einschätzen und welche Bedenken sie haben. Antworten dazu finden sich in der aktuellen Studie ‚Cybersicherheit in Zahlen‘. Bereits zum vierten Mal hat Statista im Auftrag von G Data CyberDefense eine repräsentative Studie zum Stand der IT-Sicherheit in Deutschland durchgeführt. Mehr als 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurden im beruflichen und privaten Kontext befragt.

Fehlendes Wissen = ungenutztes Potenzial
Mehr als 81 Prozent aller befragten Personen im industriellen Umfeld schätzen ihren Wissensstand zu KI nur als grundlegend oder vielmehr durchschnittlich ein. Nur 19 Prozent der Befragten bescheinigen sich selbst umfangreiche Kenntnisse als Fortgeschrittener oder tiefgreifendes Expertenfachwissen. Damit liegen die Angestellten dieses Bereichs zwar über dem Durchschnitt aller Studienteilnehmer, aber der Handlungsbedarf ist hoch. In diesem Zusammenhang überrascht es auch nicht, dass viele Mitarbeitende bezüglich des Einsatzes von KI besorgt sind. Neben der Manipulation von KI-Systemen, den fast 37 Prozent fürchten, sind es der Datenschutz sowie die mangelnde Kontrolle von KI-Systemen, den die Befragten beunruhigt. Auch Haftungsfragen und die fehlende Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen werden immer wieder genannt. Hier gilt es, seitens der Verantwortlichen in Unternehmen die Bedenken der Angestellten ernstzunehmen. Doch bevor Firmen das volle Potenzial von KI ausschöpfen können, müssen sie auch ihre Hausaufgaben erledigen, wie die Umfrage belegt. Dazu zählen Maßnahmen zur sicheren Anwendung der Technologie. Laut Studie nutzt jedes dritte Unternehmen Verschlüsselungstechnologien bei KI-Anwendungen zum Schutz kritischer Daten. Auch Sicherheitsmaßnahmen wie Schulungen der Angestellten oder KI-Guidelines werden angeboten. Etwa jede zehnte Firma setzt aktuell keine eigenen Aktionen zur Absicherung von KI um. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
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Cyberangriffe: Das unterschätzte Risiko
Aber nicht nur Wissen um KI ist eine wichtige Kompetenz. Auch IT-Sicherheitswissen braucht es angesichts der großen Bedrohungslage. Denn: Jede und jeder, in jedem Fachbereich, in jeder Hierarchiestufe stellt ein potenzielles Ziel für Cyberangriffe dar. Aus der Umfrage geht jedoch hervor, dass die IT-Sicherheitskompetenzen in Unternehmen immer noch sehr heterogen sind. Mehr als 34 Prozent der Befragten, die im industriellen Umfeld tätig sind, schätzen ihre persönliche Kompetenz beim Thema IT-Sicherheit als groß oder sehr groß ein. Damit liegen die Angestellten im industriellen Umfeld klar über dem durchschnittlichen Wert der Gesamtbefragten von 28,6 Prozent. Auf der anderen Seite stehen knapp 21 Prozent, die sich geringes und sehr geringes Wissen bescheinigen (Durchschnitt: 27,1 Prozent). Und so überrascht es nicht, wenn Menschen neugierbedingte Handlungen durchführen und dabei unter Umständen die Sicherheit von Unternehmen gefährden. Mehr als 34 Prozent der Befragten geben an, eine potenziell unsichere Webseite oder Datei geöffnet zu haben. Und jeder Vierte hat einen unbekannten QR-Code gescannt. Diese mangelnde Sensibilität führt oft zu einer falschen Einschätzung der Risiken, was wiederum Cyberkriminellen in die Hände spielt. Dies zeigt sich auch daran, dass nahezu vier von zehn Befragten die Gefahr eine Cyberattacke im beruflichen Umfeld als gering einschätzt. Mehr als ein Drittel stuft das Risiko als hoch und sehr hoch ein.

Ohne Fachkräfte keine IT-Sicherheit
Fehlendes Personal in der IT und IT-Sicherheit ist nicht nur ein großes Problem, sondern auch ein lange bekanntes. Im Rahmen der Studie schätzen mehr als 44 Prozent der Befragten den Fachkräftemangel im Bereich IT-Sicherheit als hoch oder sehr hoch ein. Aber welche Folgen haben fehlende Fachkräfte an dieser Stelle für Unternehmen? Zumal in der aktuellen Situation Administratoren zahlreiche sicherheitsrelevante Aufgaben übernehmen müssen. Mehr als 43 Prozent der befragten Personen beklagen, dass sie Informationen zur IT-Sicherheit wie etwa Meldungen der Sicherheitslösungen nur unzureichend auswerten können. Außerdem berichten mehr als zwei Drittel davon, dass das Patchen von kritischen Systemen zu langsam erfolgt. Mehr als ein Viertel der Studienteilnehmenden klagen über falsch konfigurierte Systeme. Es überrascht daher nicht, dass ein Fünftel der Befragten die Ansicht vertritt, dass die IT-Abteilung den aktuellen Anforderungen an eine effektive IT-Sicherheit nicht gewachsen ist. Wer seine Systeme nicht umgehend updatet riskiert, dass Cyberkriminelle die Gelegenheit nutzen und die Infrastruktur kompromittieren. Gerade mittelständische Unternehmen stehen hier vor einer Herausforderung, da es ihnen nicht gelingt, begehrte Fachkräfte für sich zu gewinnen. Um die aktuell bestehende Lücke zu schließen, braucht es gebündeltes Wissen. Das bieten insbesondere spezialisierte Dienstleister mit Lösungen wie beispielsweise Managed Extended Detection and Response.














