

Herr Fritz, Was ist der Fraunhofer CCIT?
Michael Fritz: Der Fraunhofer Cluster of Excellence Cognitive Internet Technologies ist ein Zusammenschluss zwischen den Fraunhofer Instituten AISEC (Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit), IIS (Institut für Integrierte Schaltungen), ISST (Institut für Software- und Systemtechnik) und IAIS (Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme). Das Ziel ist es, an Schlüsseltechnologien für das kognitive, industrielle Internet zu arbeiten. Kognitive Internet-Technologien sind die Grundlage für digitale Souveränität, Innovationskraft und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in Deutschland und Europa.
Wie funktionieren kognitive Internet-Technologien?
Fritz: Kognitive Internet-Technologien (CI) nutzen Sensordaten und intelligente, lernende Systeme, um Dienstleistungen und Anwendungen zu schaffen. Im Unterschied zum ’normalen‘ bekannten Internet ermöglichen sie die semantische Integration und Verarbeitung großer Datenmengen, die unternehmensübergreifend genutzt werden. Ziel ist es, komplexe Prozesse zu automatisieren und zu optimieren, wie etwa in der Industrieproduktion oder Mobilität. CI-Technologien unterstützen Unternehmen bei der Entwicklung intelligenter Anwendungen.
Warum arbeiten unterschiedliche Institute im Cluster zusammen?
Fritz: Die Erforschung und Entwicklung komplexer Technologien erfordern es, Kompetenzen zu bündeln und institutsübergreifende Expertise zu nutzen. Daher vereinen im CCIT die vier Institute ihre technologischen Kompetenzen in den Bereichen IoT (Sensorik und Kommunikation), Datenräume, maschinellem Lernen und Cybersicherheit. Für Prozess- und Produktinnovationen im Rahmen der Digitalisierung sind große Datenmengen notwendig, um daraus mit Techniken des maschinellen Lernens (ML) neue Erkenntnisse zu gewinnen. Die Zusammenarbeit innerhalb des Clusters ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil: Der Fraunhofer CCIT ermöglicht es, neue Datenquellen über innovative Sensoriken zu erschließen, die großen Mengen an Daten von unterschiedlichen Akteuren und aus heterogenen Datenquellen sicher sowie automatisiert zu erfassen, zusammenzuführen, zu analysieren, zu verarbeiten und damit letztendlich Entscheidungsgrundlagen zu entwickeln. Damit unterstützt der Cluster die Bestrebungen der Industrie, digitale Datenökosysteme aufzubauen und neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen.















