Factory-X erreicht Halbzeit-Meilenstein

Automobile factory and technology. ICT. DX
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Das Factory-X-Projekt als Teil der Initiative Manufacturing-X hat einen Halbzeit-Meilenstein erreicht. Aus diesem Anlass präsentierte das Projektteam auf dem Gelände von SAP in St. Leon-Rot, bisherigen Erfolge bei der Entwicklung eines sicheren, interoperablen und skalierbaren digitalen Ökosystems für die Nutzung und den Austausch von Daten. „Daten nutzbar machen für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit“ ist die Leitvision von Factory-X. Das Projekt schafft die technische Grundlage für digitale Zusammenarbeit über Branchen hinweg, wie beispielsweise die Automobilindustrie, Halbleiter- und Luft- und Raumfahrtbranche, und ermöglicht skalierbare Lösungen für die seit langem bestehenden Herausforderungen bei Datenfragmentierung und Interoperabilität in der Industrie.

Gefördert von der Europäischen Union und unterstützt von der deutschen Bundesregierung verfolgt Factory-X einen praxisorientierten Ansatz und entwickelt elf Anwendungen aus der realen Welt, die prototypisch umgesetzt werden. Im Rahmen der Hannover Messe 2025 präsentierte Factory-X etwa ihr MX-Port-Konzept und mehrere Demonstratoren, die illustrieren, wie sich Möglichkeiten aus dem Digital Product Passport (DPP) für einen sicheren, länderübergreifenden Datenaustausch ergeben. Dazu gehört auch die internationale Zusammenarbeit von Experten aus Deutschland, den Vereinigten Staaten, Japan, Korea, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Zudem wurde das Manufacturing-X Guidance Board geschaffen, das die Zusammenarbeit mit anderen X-Projekten wie etwa Semiconductor-X koordiniert bzw. unterstützt.

Einheitliche Schnittstellenarchitektur

Systemintegrationen in diesem Umfeld erfolgen nach wie vor größtenteils manuell und aufwendig – häufig durch dedizierte Systemintegratoren und mit erheblichem Ressourceneinsatz. Vor diesem Hintergrund bewertet das Projektteam die Festlegung auf eine einheitliche Schnittstellenarchitektur mit lediglich drei Ausprägungsvarianten als substanziellen Fortschritt. Auf nationaler Ebene hat Factory-X bereits Fortschritte bei einer modularen, an Standards ausgerichteten Architektur gemacht, dem MX-Port. „Wir unterstützen Hersteller – einschließlich KMUs – dabei, an digitalen Ökosystemen teilzunehmen, ohne dabei Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit zu beeinträchtigen“, sagt Georg Kube, Head of MX-Guidance Board and Consortium Co-Lead for Factory-X. „So erschließen wir neue Wertschöpfungsketten und modernisieren die industrielle Landschaft Deutschlands.“

factory-x.org