Einheitliche Ortung als Schlüssel für ‚Physical AI‘

Die neue OPC UA Companion Specification für Identifikation und Ortung bildet die Grundlage für eine gemeinsame Sprache der 'räumlichen Intelligenz'.
Die neue OPC UA Companion Specification für Identifikation und Ortung bildet die Grundlage für eine gemeinsame Sprache der ‚räumlichen Intelligenz‘.Bild: ©Blue Planet Studio/stock.adobe

Mit der neuen OPC UA Companion Specification für Identifikation und Ortung präsentieren die Organisationen AIM-D e.V., Profibus & Profinet International (PI) mit dem offenen Ortungsstandard Omlox, sowie die OPC Foundation die Grundlage für eine gemeinsame Sprache der ‚räumlichen Intelligenz‘.

Physical AI – also künstliche Intelligenz, die den physischen Raum aktiv wahrnimmt und kontextbezogen handelt – erfordert ein einheitliches Verständnis von Positionen, Bewegungen und Identitäten im Raum. Genau hier setzt die Companion Spezifikation an: Sie vereinheitlicht das räumliche Datenmodell für absolute Koordinaten innerhalb der OPC Foundation und erlaubt eine global durchgängige Verortung von Assets in der digitalen und physikalischen Welt. Wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung hervorgeht, wird damit eine nahtlose Integration räumlicher Daten in industrielle IT- und OT-Systeme ermöglicht. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für autonome mobile Roboter, intelligente Assistenzsysteme und selbstorganisierte Produktionsumgebungen. Die neue Spezifikation steht ab sofort kostenfrei auf den Webseiten der OPC Foundation zur Verfügung und gilt den beteiligten Organisationen zufolge als Meilenstein für die nächste Evolutionsstufe der industriellen Intelligenz.

„Maschinen benötigen ein einheitliches Verständnis ihrer Position im Raum, für ein koordiniertes Zusammenspiel zwischen stationären Anlagen und mobilen Robotern in der flexiblen Produktion von morgen“, erklärt Dr. Matthias Jöst, Komitee-Leiter Omlox bei PI. „Mit der nun verfügbaren OPC UA Companion Spec schaffen OPC Foundation, AIM-D und PI gemeinsam die Basis für eine neue Generation räumlich vernetzter und KI-fähiger Systeme.“

„AIM profitiert besonders durch die Verbindung von AutoID und Ortungstechnologien“, ergänzt Peter Altes, Geschäftsführer AIM-D e.V. „Das einheitliche Datenmodell stärkt die Interoperabilität – eine entscheidende Voraussetzung für die digital vernetzte Logistik und Industrie.“

Stefan Hoppe, Präsident und Executive Director der OPC Foundation, betont: „OPC UA verbindet Welten – von der Identifikation über die Ortung bis zur Steuerung. Diese neue Spezifikation zeigt, wie offene Standards gemeinsam echte Interoperabilität schaffen – und macht das industrielle Internet der Dinge skalierbar und zukunftssicher.“

Die Kooperation bringt die Disziplinen Identifikation, Ortung und Kommunikation in einem gemeinsamen räumlichen Kontext zusammen. Damit entsteht eine entscheidende Grundlage, um Roboter, Fahrzeuge und Maschinen mit einem gemeinsamen Raumverständnis auszustatten – der Schlüssel zu Physical AI, resilienten Lieferketten und autonomen industriellen Ökosystemen.