Ein Methodenkoffer für mehr Nachhaltigkeit

ZirkuPro Abschlusstreffen 02
Bild: Universität Paderborn

Das Konzept der Kreislaufwirtschaft ermöglicht es, Produkte so zu entwickeln, dass die eingesetzten Ressourcen reduziert, ihre Nutzung intensiviert und ihre Wiederverwertung sichergestellt wird. Im Rahmen des Forschungsprojekts ‚ZirkuPro‘ (Zirkuläre Produktentstehung) haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Paderborn und der Fraunhofer-Institute IEM (Paderborn) und IZM (Berlin) ein strukturiertes Vorgehensmodell entwickelt, das beschreibt, wie bestimmte Ziele erreicht werden können. Es legt typische Phasen fest und soll dazu dienen, Abläufe effizient, transparent und kontrollierbar zu gestalten. Hinzu kommt ein Methodenkoffer, der Unternehmen hilft, kreislauffähige Produkte effizient zu konzipieren und umzusetzen. Einen Schwerpunkt legten die Forschenden auf Elektronik als Kernbestandteil intelligenter technischer Systeme. Hier lagen kritische Materialkombinationen, wie etwa seltene Erden, sowie häufig unterschätzte CO2-Emissionen im Fokus.

Entstanden ist eine Sammlung von 21 Methoden, die sowohl bewährte Ansätze als auch neu entwickelte Herangehensweisen enthält. Beispielsweise lag der Forschungsfokus der Fachgruppe ‚Advanced Systems Engineering‘ auf den Möglichkeiten des ‚Circular Readiness Checks‘. Mit diesem wird überprüft, wie Organisationen sind für zirkuläre Geschäftsmodelle vorbereitet sind. So wird ihnen eine Stoßrichtung gegeben, welche Kreislaufprinzipien sich für ihr Produkt eignen.

In der Industrie getestet

Die Systematik wurde im Projektkonsortium, das mehrere Industriepartner umfasst, erfolgreich getestet. Der Entwicklungs- und Fertigungsdienstleister CP Contech Electronic nutzte Methoden aus dem Koffer und konnte dadurch Impulse zur Steigerung der Zirkularität im Produktentstehungsprozess gewinnen, betonen die Forschenden. „Beim Abschlusstreffen herrschte unter unseren Pilotpartnern Einigkeit. ZirkuPro hat den Anstoß gegeben, dass sie sich frühzeitig und systematisch mit dem Thema Zirkularität auseinandersetzen“, sagt Julia Marie Vehmeyer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachgruppe ‚Advanced Systems Engineering‘ am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn.

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