Deutsche Industrie setzt auf KI und Nachhaltigkeit

XAI Mechanized industry robot and robotic arms double exposure image. Concept of artificial intelligence for industrial revolution and automation manufacturing process in future factory.
XAI Mechanized industry robot and robotic arms double exposure image. Concept of artificial intelligence for industrial revolution and automation manufacturing process in future factory.Bild: ©Summit Art Creations/stock.adobe.com

TE Connectivity, ein Anbieter von Steckverbindern und Sensoren, hat zum dritten Mal in Folge seinen globalen Industrial Technology Index veröffentlicht. Dieser zeigt, dass fehlende Schulungsprogramme die Integration von künstlicher Intelligenz in Unternehmen weltweit verzögert, obwohl die Technologie auf große Zustimmung stößt. Das zeigen auch die Ergebnisse für Deutschland: Ingenieure und Manager setzen auf Nachhaltigkeit und sind offen für KI. Der Untersuchung zufolge behindern jedoch wirtschaftliche Zwänge und strukturelle Herausforderungen den Fortschritt.

Potenziale ausschöpfen, Hürden überwinden, optimierte Prozesse und eine bessere Energieeffizienz sehen 44 Prozent der deutschen Studienteilnehmer als Vorteile von KI. Während 61 Prozent wenig Bedenken hinsichtlich einer übermäßigen Abhängigkeit von KI äußern, geben 15 Prozent an, KI in großem Umfang einzusetzen – verglichen mit 22 Prozent weltweit. Den Studienautoren zufolge gefährden jedoch Lücken bei der Rekrutierung und Ausbildung die Integration von KI: 22 Prozent der befragten deutschen Unternehmen bieten derzeit keine KI-Schulungen an.

Deutsche Unternehmen setzen auf Nachhaltigkeit

Interne Nachhaltigkeitsziele gehören für 29 Prozent der deutschen Teilnehmer zu den Prioritäten – der weltweite Durchschnitt liegt hier bei 17 Prozent. Doch wirtschaftliche Zwänge (72 Prozent) und konkurrierende Unternehmensziele (93 Prozent) nennen die Befragten hier als Hindernisse für den Fortschritt.

24 Prozent der deutschen Befragten bezweifeln, dass die Branche die Nachhaltigkeitsziele für 2030 erreichen wird. Als zusätzliche Herausforderung sieht TE Connectivity die geringe Investitionsbereitschaft für nachhaltige Produkte: 46 Prozent geben an, dass Kunden selten oder nie bereit sind, mehr zu bezahlen – weltweit sind es 35 Prozent.

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