Added Value Avatars

Prof. Dr. Katharina Hölzle, Prof. Dr. Oliver Riedel und sein digitaler Zwilling.
Prof. Dr. Katharina Hölzle, Prof. Dr. Oliver Riedel und sein digitaler Zwilling.Bild: Fraunhofer-Institut IAO

AVA sind digitale Avatare, die per MetaHuman-Technologie und Unreal Engine wie echte Menschen aussehen, sprechen und interagieren. Ein Sprachmodell und ein lokales Wissenssystem ermöglichen präzise Antworten in Echtzeit – inklusive Quellenangabe. So werden Avatare zu verlässlichen digitalen Teammitgliedern. „Mit AVA und dem LAIA²-Modell schaffen wir einen neuen Standard für den Einsatz von KI-Avataren in Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft“, sagt Dr. Steffen Braun, stv. Institutsleiter am Fraunhofer IAO.

Virtuelle Kolleginnen und Kollegen

Durch die Integration in Microsoft Teams können AVAs an Meetings teilnehmen, Fragen beantworten, Protokolle erstellen und Fachwissen bereitstellen. Der Betrieb ist sowohl online als auch lokal möglich – datenschutzkonform und sicher.

Breites Anwendungsspektrum

In Schulen können Lernende mit einem Avatar ihrer Lehrkraft üben, Fragen stellen und Prüfungen simulieren. Die Forschenden sehen darüber hinaus weitere Anwendungsmöglichkeiten, etwa in der öffentlichen Verwaltung als digitale Assistenten für Bürgerdienste oder in der Unternehmenskommunikation als skalierbare Kundenberatung und interne Schulungssysteme.

Das LAIA²-Modell

Mit der wachsenden Vielfalt an KI-Avataren fehlt bislang ein einheitlicher Orientierungsrahmen. Das Forschungsteam rund um Dr. Steffen Braun, Prof. Dr. Vanessa Borkmann, Dr. Stephan Wilhelm und David Blank vom Fraunhofer IAO hat deshalb das zweistufige LAIA²-Modell (Level-based AI-Avatar Assessment) entwickelt. Es beschreibt den technologischen Reifegrad virtueller Akteure in sieben Stufen – von einfachen Chatbots bis zu zukunftsweisenden, adaptiven Systemen mit Multi-Präsenz. Damit entsteht erstmals eine vergleichbare Klassifikation, ähnlich den SAE-Leveln beim autonomen Fahren.

Ein AVA (ab Level 5) kombiniert vier Schlüsseltechnologien: 3D-Metahumans für fotorealistische Darstellung, Sprachmodelle für natürliche Kommunikation, lokale RAG-Systeme zur Verarbeitung von unstrukturiertem Wissen mit Quellenangabe und Integration in Kollaborationsplattformen wie Microsoft Teams.

www.iao.fraunhofer.de