
Gaia-X stößt bei Unternehmen auf breite Akzeptanz und wird positiv wahrgenommen. Dies geht aus einer Umfrage im Auftrag des Eco – Verbands der Internetwirtschaft und der Gaia-X Förderationsdienste (GXFS) hervor. Demnach gibt es bereits ein großes Verständnis hinsichtlich der Mehrwerte von Gaia-X und der damit verbundenen Chancen, die Datensouveränität zu stärken und die Abhängigkeit von außereuropäischen Anbietern zu reduzieren. Die Studienergebnisse basieren auf Interviews mit Expertinnen und Experten sowie einer Online-Befragung von 184 Personen, die bereits Berührungspunkte mit Gaia-X hatten.
Andreas Weiss, Geschäftsbereichsleiter digitale Geschäftsmodelle im Eco Verband sagt: „Jetzt, da die Basis-Komponenten von Gaia-X und der Federation Services für alle einsichtig sind, steht die Phase der Implementierung an, die durch intensiven Community-Aufbau zu begleiten ist. Mit dieser Akzeptanzstudie möchten wir dazu beitragen, die Mehrwerte der Gaia-X Konzeption in der Breite bekannt zu machen und die Adaption im Markt zu unterstützen.“
Gaia-X schafft Vertrauen
62,5 Prozent der Befragten geben an, eine Gaia-X Compliance schaffe ausreichend Vertrauen für eine Kooperation mit anderen Unternehmen oder Organisationen. Ein dezentrales und flexibles System wie Gaia-X wird nur dann genutzt werden, wenn Unternehmen ausreichend Vertrauen in das System und seine Teilnehmer haben. Dieses Vertrauen schafft Gaia-X über Regeln, deren Einhaltung nachvollziehbar kontrolliert wird. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
Präzise 2D-Inspektion mit nativer Edge-Intelligenz
Doch bis dahin sei noch viel zu tun, so die Studienverantwortlichen: Die derzeit im Gaia-X-Umfeld entwickelten Produkte und Services seien nicht marktfähig, sagen 70,3 Prozent der Befragten fest. Für etwa 50 Prozent wächst Gaia-X zu langsam. Nur 19,1 Prozent stimmen der Aussage zu: „Gaia-X wächst ausreichend schnell, um für unser Unternehmen/unsere Organisation interessant zu sein.“ Darüber hinaus ergab die Umfrage, dass Gaia-X noch nicht bei allen Unternehmen angekommen ist und es teilweise noch Unsicherheit über das Projekt gibt. Die Studienverantwortlichen empfehlen daher eine verstärkte Community-Arbeit und konkretere Projekte, um das Verständnis und die Akzeptanz von Gaia-X zu erhöhen.
Chancengleichheit gegeben
Die Kooperation zwischen Akteuren unterschiedlichster Größen in Gaia-X wird von den Studienteilnehmern als positiv wahrgenommen. Gaia-X erfüllt im derzeitigen Entwicklungsstand Anforderung an Chancengleichheit, dem stimmen 66 Prozent der Befragten zu. Dass es bei Gaia-X um Mehrwerte durch Kooperationen statt um Wettbewerb geht, das sagen die meisten der Befragten. 70,2 Prozent stimmen der Aussage zu, dass die Kooperation in einem digitalen Ökosystem wie Gaia-X nicht den Wettbewerb zwischen den Teilnehmenden behindert.
Akzeptanz und Bedarf
Die Autoren der Studie schließen aus den Ergebnissen, dass es eine grundsätzliche Akzeptanz für Gaia-X im Markt gibt und großen Bedarf an einer europäischen Initiative zur Schaffung einer sicheren und vertrauenswürdigen Dateninfrastruktur. Die Gaia-X-Initiative wird von führenden europäischen Unternehmen und Regierungen unterstützt und habe das Potenzial, den digitalen Binnenmarkt Europas zu stärken, so die Studienverantwortlichen.














