Trotz der Corona-Pandemie und Inflation in den vergangenen Jahren steigt die Lebenszufriedenheit der Deutschen. So zeigt eine Auswertung des Instituts der Deutschen Wirtschaft, dass zwischen 2005 und 2021 die durchschnittliche Lebenszufriedenheit von 6,8 auf 7,4 Skalenpunkte anstieg. Um das zu ermitteln, hat das Sozioökonomische Panel zwischen 1995 und 2021 zwischen knapp 14.000 und gut 30.000 Personen folgende Frage gestellt: „Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig, alles in allem, mit Ihrem Leben?“. Die Befragten ordnen sich auf einer zehnstufigen Antwortskala (0 = ganz und gar unzufrieden, 10 = ganz und gar zufrieden) ein. Daraus geht hervor, dass Personen, die im Alter noch erwerbstätig sind, besonders zufrieden sind. Die arbeitenden 66 bis 70-Jährigen, die sogenannten ‚Silver Worker‘, erreichten 2021 einen Mittelwert von 7,6 Skalenpunkten. Vor allem soziale Kontakte spielen eine wichtige Rolle für die Weiterarbeit im Alter und können so zu einer höheren Zufriedenheit beitragen, teilen die Studienverantwortlichen mit. Ein Arbeitsplatz gebe den Menschen die Möglichkeit, sich auszutauschen, in der Pause einen Kaffee zu trinken und gemeinsam etwas zu generieren. Dieses soziale Netz fehle, wenn Menschen in den Ruhestand gehen. In der Gruppe der erwerbslosen 61-65-Jährigen ist die Lebenszufriedenheit am niedrigsten und stieg in den letzten 10 Jahren nur gering.
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