
Die Digitalisierung, globaler Wettbewerb sowie die Corona-Pandemie fordern die deutsche Wirtschaft heraus. Zwar sehen zwei von fünf Entscheidern (38,6 Prozent) klare Wettbewerbsvorteile im eigenen Unternehmen, doch jeder vierte Unternehmensentscheider (26 Prozent) hierzulande weiß nicht, in welchen Bereichen ein Vorsprung vor der Konkurrenz besteht, so das Ergebnis eine Umfrage von Sopra Steria. Wettbewerbsvorteile müssten dabei nicht nur in Produkten, sondern könnten auch in kurzen Innovationszyklen oder dem konsequenten Einsatz von Automatisierung liegen, so Urs M. Krämer, CEO der Management- und Technologieberatung Sopra Steria.
Unternehmen geben sich konservativ
Die Mehrheit der Unternehmen gibt sich bei den eigenen Stärken konservativ. Jeder zweite Entscheider sieht das eigene Unternehmen bei Qualität und Verfügbarkeit von Produkten im Vorteil sowie beim Fleiß der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jeweils rund ein Drittel verweist in der Studie auf die Leistungsfähigkeit bei Service und Aftersales, die eigene Innovationsfähigkeit sowie die Kundenfokussierung. Als digitaler Technologieführer sehen sich dagegen die wenigsten: Der Einsatz smarter Technologien wie künstlicher Intelligenz (18,2 Prozent) oder datengetriebener Geschäftsmodelle (11,5 Prozent) spielt bei der Bewertung des eigenen Wettbewerbsvorteils (Edge) laut Studie eine untergeordnete Rolle. Auch der Grad der Automatisierung ist laut Studie bei vielen Unternehmen stark ausbaufähig: 14,7 Prozent sehen das eigene Unternehmen auf diesem Gebiet im Vorteil gegenüber den Wettbewerbern. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
Präzise 2D-Inspektion mit nativer Edge-Intelligenz
Blick in die Zukunft
Ein Drittel der befragten Entscheider sind sich sicher, dass die bisherigen Wettbewerbsvorteile auch in den kommenden Jahren Bestand haben werden. Etwa 17 Prozent verneinen das hingegen. Weitere 20,3 Prozent sind unentschieden. Ein Blick auf konkrete Wettbewerbsvorteile zeigt, wo die Entscheider in drei bis fünf Jahren die wichtigsten Veränderungen erwarten. Mehr Manager als heute gehen laut Studie davon aus, dass Vorteile bei den Kostenstrukturen und der Preisgestaltung zukünftig den Unterschied ausmachen werden. Auch die Kundennähe gewinnt an Relevanz: Knapp 42 Prozent der Befragten sehen in ihr zukünftig ein wichtiges Differenzierungsmerkmal – ein Plus von rund acht Prozentpunkten gegenüber heute.
Markenstärke nicht mehr so wichtig
Dagegen spielt die Markenstärke in Zukunft nur noch für ein Viertel der Entscheider eine wichtige Rolle. In der aktuellen Erhebung wird die eigene Marke noch von fast einem Drittel als Wettbewerbsvorteil gesehen. Unternehmenskultur und ‚Purpose‘ sind künftig ebenfalls für weniger Entscheider relevante Wettbewerbsvorteile. „Je härter der Wettbewerb, desto wichtiger werden die harten Kennzahlen wie Effizienz und die Flexibilität bei der Preisgestaltung. Schließlich entscheiden sie auch darüber, welche finanziellen Ressourcen mir als Unternehmen zur Verfügung stehen, um in die Zukunft meines Geschäftsmodells zu investieren. Bei Faktoren wie Marke und Unternehmenskultur werden wir eine Angleichung der Konzepte in Richtung Nachhaltigkeit erleben. Die Unterschiede werden weniger spürbar sein, schließlich macht auch die Konkurrenz ihre Hausaufgaben“, erklärt Krämer.














