Rekord-Optimismus bei den CEOs

Two diverse businesspeople smiling while working on a laptop together at the end of a boardroom table in an office
Two diverse businesspeople smiling while working on a laptop together at the end of a boardroom table in an officeBild: ©Jacob Lund/stock.adobe.com

Die Zuversicht der CEOs ist weltweit deutlich gestiegen. Nachdem der Optimismus im vergangenen Jahr deutlich eingetrübt war, ist der Optimismus der Unternehmenslenker im aktuellen PWC CEO Survey auf einem Rekordhoch: Ein Jahr nach Beginn der Covid-19-Pandemie glauben 76 Prozent der CEOs, dass sich das globale Wirtschaftswachstum in den kommenden zwölf Monaten verbessern wird – im Vorjahr waren es noch 22 Prozent. An einen Rückgang des Weltwirtschaftswachstums glauben in diesem Jahr lediglich 14 Prozent (Vorjahr: 53 Prozent). Deutsche CEOs zeigen sich im globalen Vergleich sogar noch optimistischer: 80 Prozent der deutschen Führungskräfte rechnen laut Studie im kommenden Jahr mit einem Anstieg des Weltwirtschaftswachstums, nach 20 Prozent im Vorjahr. Nur elf Prozent (Vorjahr: 68 Prozent) glauben an einen Rückgang des Weltwirtschaftswachstums. insgesamt befragte die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC 5.050 CEOs aus 100 Ländern.

Große Zuversicht

Auch beim Blick auf das eigene Unternehmen sind die CEOs in Deutschland deutlich optimistischer als im vergangenen Jahr. 81 Prozent sind laut Studie zuversichtlich, dass ihr eigenes Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten wächst (Vorjahr: 20 Prozent). 17 Prozent gaben an, nicht zuversichtlich zu sein (Vorjahr: 21 Prozent). Beim Dreijahresausblick auf das eigene Unternehmen ist die Zuversicht noch größer. Gaben im Vorjahr noch 31 Prozent der befragten CEOs in Deutschland an, dass sie dem Wachstum in den nächsten drei Jahren zuversichtlich gegenüberstehen, so waren es in diesem Jahr 92 Prozent. Weltweit sagten das 88 Prozent der CEOs (Vorjahr: 34 Prozent). Das Ausland sieht Deutschland weiterhin als den drittwichtigsten Wachstumstreiber. Nur die USA und China werden von den CEOs als noch wichtiger gesehen.

Sorgen der CEOs

Die größten Sorgen bereiten den deutschen Unternehmenslenkern Überregulierung (87 Prozent, Vorjahr: 79 Prozent) und Cyber-Attacken (83 Prozent, Vorjahr: 81 Prozent). Auch Pandemien (80 Prozent), den Fachkräftemangel (72 Prozent, Vorjahr: 75 Prozent), Handelskonflikte (69 Prozent, Vorjahr: 81) oder Populismus (67 Prozent, Vorjahr: 63 Prozent) schätzen die CEOs als besonders bedrohlich ein. Die Sorge vor den Auswirkungen des Klimawandels und vor Umweltschäden ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen: 58 Prozent der deutschen CEOs stuften diese Themen als besorgniserregend ein (Vorjahr: 78 Prozent). Zudem gaben 46 Prozent der CEOs an, den Klimawandel und Umweltschäden explizit in ihrem strategischen Risikomanagement zu berücksichtigen. Damit liegen die deutschen CEOs im weltweiten Vergleich auf Platz zwei hinter Japan (49 Prozent).

Investitionen in die Digitalisierung

91 Prozent der CEOs in Deutschland gaben an, aufgrund der Covid-19-Krise in den nächsten drei Jahren mehr in die digitale Transformation investieren zu wollen (weltweit: 83 Prozent). Eine große Mehrheit der CEOs gab außerdem an, mehr in Initiativen zur Realisierung von Kosteneffizienzen (81 Prozent, weltweit: 76 Prozent) sowie in Cybersecurity und Datenschutz (80 Prozent, weltweit: 72 Prozent) investieren zu wollen. Auf die Frage, welche Maßnahmen in den kommenden zwölf Monaten zu Umsatzwachstum führen sollen, gaben 91 Prozent der deutschen CEOs an, dass sie die Produktions- und Lieferfähigkeit effizienter gestalten wollen (weltweit: 77 Prozent). 77 Prozent der CEOs setzen auf organisches Wachstum (weltweit: 73 Prozent).

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