Mit künstlicher Intelligenz zum neuen Jobprofil

Lernpfade für verschiedene Mitarbeitende können unterschiedlich lang und komplex sein. KIRA Pro gibt hier Orientierung, wie das Beispiel in der Grafik zeigt: Die Programmiererin Sabine müsste einen Lernpfad mit Umwegen und Seitenarmen absolvieren, um sich
Lernpfade für verschiedene Mitarbeitende können unterschiedlich lang und komplex sein. KIRA Pro gibt hier Orientierung, wie das Beispiel in der Grafik zeigt: Die Programmiererin Sabine müsste einen Lernpfad mit Umwegen und Seitenarmen absolvieren, um sichBild: © Fraunhofer IPK/ Larissa Klassen

Die Digitalisierung verändert Berufsbilder und Anforderungen in der Produktion. Zu einer erfolgreichen Digitalisierungsstrategie gehört deshalb für Unternehmen auch, ihre Mitarbeitenden fit für die digitale, vernetzte Fertigung der Zukunft zu machen.

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – die Kernzielgruppe des Projekts Kira Pro – stellt dies oft vor Herausforderungen. Nur selten verfügen sie über ausreichend Kapazitäten, um sich systematisch mit Kompetenzentwicklung zu beschäftigen. Häufig sind sie auch hinsichtlich der digitalen Transformation nicht hinreichend strategisch aufgestellt. Das erschwert es, zielgerichtet zu bewerten und abzuwägen, in welchen Bereichen mittelfristig Kompetenzen auf- und ausgebaut werden müssen.

Die Lernplattform und die Qualifizierungskonzepte, die Forschende des Fraunhofer IPK gemeinsam mit dem Technologiepartner Peers Solutions im Projekt entwickelt haben, sollen KMU zukünftig bei der strategischen Personalentwicklung unterstützen, indem sie die tatsächlichen Fähigkeiten der Mitarbeitenden mit den benötigten Kompetenzen vergleichen und einen Lernpfad mit einer personalisierten Auswahl von Lerninhalten erstellen. Die begleitende Erprobung durch die Anwendungspartner im Projekt, Harms & Wende sowie FBT Feinblechtechnik, soll die Qualität der entwickelten Lösungen sichern.

„Unser Ansatz ist es, die strategische Ebene eines Unternehmens mit der operativen Ebene zusammen zu denken“, erläutert Projektleiterin Maria Kretschmer. „Dazu haben wir einen KI-basierten Rollennavigator entwickelt, der die betrieblichen Anforderungen, die persönlichen Entwicklungsziele der Mitarbeitenden, deren individuelles Kompetenzniveau und verfügbare Weiterbildungsangebote matcht.“ Laut Kretschmer können Unternehmen dank der KI-Matching-Funktion ihre betrieblichen Transformations- und Personalentwicklungsstrategien harmonisieren. HR-Abteilungen werden beim Learning-, Talent- und Performance-Management unterstützt. Und Mitarbeitende erhalten einen besseren Zugang zu individuellen Weiterbildungsangeboten.

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