
Die Adaptavist Group hat untersucht, wie GenAI die Kommunikation am Arbeitsplatz verändert hat. Demnach zeigen sich Veränderungen in allen, seien es Small Talk und Höflichkeit oder aber Schreibfähigkeiten und Sprache.
Die Untersuchung basiert auf einer Umfrage unter 4.000 Wissensarbeitern (jeweils 1.000 aus Großbritannien, den USA, Kanada und Deutschland) und 900 Führungskräften, die für die Implementierung von KI verantwortlich sind. Die Ergebnisse für Deutschland zeigen, dass zwar viele Arbeitnehmer der KI eine Verbesserung der Transparenz, des Vertrauens und der Produktivität bescheinigen, ein erheblicher Anteil jedoch Bedenken hinsichtlich ’Suchtgefahr’, nachlassender Höflichkeit und dem Verlust von Kernkompetenzen äußerte.
Small Talk mit künstlicher Intelligenz
Mehr als die Hälfte der befragten deutschen KI-Anwender (54%) zieht es mittlerweile vor, KI in rechtlichen oder politischen Fragen zu konsultieren, und fast ebenso viele (49%) nutzen sie für personalbezogene Themen. Jeder fünfte Knowledge Worker (21%) gibt an, dass er lieber mit einem KI-Bot Small Talk betreibt als mit einem Menschen, wobei dieser Anteil bei Führungskräften, die für den Einsatz von KI verantwortlich sind, sogar auf 32% steigt. Infolgedessen sprechen 37% der Arbeitnehmer seit der Nutzung von GenAI weniger mit Kollegen. Nach Ansicht der Studienautoren zeigt dies, wie stark sich die Technologie auf die Beziehungen am Arbeitsplatz auswirkt.
In der Befragung gaben Frauen einen stärkeren Rückgang der zwischenmenschlichen Kommunikation an als Männer: 33% sagten, dass sie jetzt weniger mit Kollegen sprechen, gegenüber 28% der Männer. Dies widerspricht dem globalen Trend, wo die Durchschnittswerte das Gegenteil zeigen (36% der Männer gegenüber 28% der Frauen). In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
Präzise 2D-Inspektion mit nativer Edge-Intelligenz
Die Präferenz für einen KI-Chatbot gegenüber Menschen für Small Talk ist besonders ausgeprägt bei jüngeren Berufstätigen im Alter von 25 bis 44 Jahren (25%), verglichen mit nur 15% der über 55-Jährigen. Über alle Märkte hinweg liegen die USA bei der Verlagerung hin zu KI-gesteuerter Interaktion an der Spitze (34%), verglichen mit 21% in Deutschland, 25% im Vereinigten Königreich und 23% in Kanada.
Die Abhängigkeit von GenAI ist am Arbeitsplatz mittlerweile so tief verankert, dass 38% der Befragten glaubt, ’süchtig’ nach dieser Technologie zu sein.
Unfreundlichkeit durch KI?
Die Studie weist auch auf eine sich wandelnde Dynamik am Arbeitsplatz hin. Mehr als ein Drittel (34%) gibt zu, seit der Nutzung von GenAI weniger freundlich zu sein. Unter den KI-Anwendern in Deutschland steigt dieser Wert sogar auf 39%. Allerdings hat die Einführung von KI auch die Kommunikation in vielerlei Hinsicht verbessert und die Art und Weise verändert, wie Menschen miteinander sprechen:
- 50% geben an, dass sie sich jetzt klarer ausdrücken
- 53% sind der Meinung, dass ihre Kollegen besser kommunizieren
- 61% berichten von einer deutlicheren Ausdrucksweise seit der Einführung von KI-Tools
Frühere Daten von The Adaptavist Group zeigten, dass Spitzenverdiener einen deutlich besseren Zugang zu KI-Tools und -Schulungen haben. Laut der Autoren deutet dies darauf hin, dass die Einführung von KI die Kluft zwischen Führungskräften, die stärker von zusätzlichen Schulungen und Zugang profitieren, und Mitarbeitern, die übersehen werden, vergrößern könnte. Ferner könnte die Kluft auch widerspiegeln, dass in Deutschland mehr Führungskräfte als Mitarbeiter lieber mit KI als mit Menschen sprechen (32% gegenüber 21%), was möglicherweise die Beziehungen im realen Leben beeinträchtigt und die Möglichkeiten für den Austausch von sozialem Wissen einschränkt.
KI – Vorteil oder Nachteil?
Was die Auswirkungen der KI auf die beruflichen Fähigkeiten angeht, sind die Meinungen geteilt. Während 40% der Arbeitnehmer befürchten, dass ihre Kompetenzen aufgrund der Abhängigkeit von KI abnehmen, glaubt eine größere Anzahl (69%) der Befragten, dass die Technologie ihnen dabei hilft, neue Fähigkeiten zu entwickeln.
- 54% geben an, dass KI ihren Schreibstil verbessert hat
- 39% glauben, dass KI ihr kritisches Denken verbessert hat
- 37% geben an, dass ihre gestalterischen Fähigkeiten besser geworden sind
- 41 % berichten von Verbesserungen beim Programmieren














