
Der Beruf ‚Fachinformatiker‘ gehört zu den fünf beliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland. Interessierte können zwischen vier Fachrichtungen wählen: Systementwicklung, Anwendungsentwicklung, digitale Vernetzung oder Daten- und Prozessanalyse. Für den Arbeitsmarktreport der Dekra Akademie wurden 300 Stellenangebote für die IT-Fachkräfte untersucht, um herauszufinden, welche Aufgaben sie erwarten und welche Kompetenzen sie mitbringen sollten.

In vielen Branchen tätig
Im Erhebungszeitraum waren verstärkt IT- und Personaldienstleister (22,7 bzw. 14,7 Prozent) sowie IT-Unternehmen (11,3 Prozent) auf der Suche nach Kandidaten mit einer Ausbildung in Fachinformatik. Einen etwas höheren Bedarf scheint es auch in der öffentlichen Verwaltung zu geben (7,3 Prozent). Die anderen Jobangebote der Stichprobe verteilen sich auf viele weitere Branchen.
Aufgaben und Anforderungen
Zum Berufsalltag vieler Fachkräfte gehört es, IT-Systeme und Anwendungen zu administrieren und zu warten. Dies ist laut Analyse besonders oft in Jobangeboten für die Fachrichtung Systemintegration der Fall; dennoch befasst sich auch mehr als jeder zweite Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung am neuen Arbeitsplatz mit Administrationsaufgaben. Gut jeder zweite Beschäftigte mit Fachinformatik-Ausbildung soll laut Analyse interne oder externe Kunden betreuen. Oft sind es diejenigen mit Spezialisierung auf Systemintegration, die ihnen bei Fragen oder Störungen beispringen. Die Entwicklung von Software ist hingegen verstärkt die Domäne der Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
Präzise 2D-Inspektion mit nativer Edge-Intelligenz
Vergleichsweise selten erwähnen Arbeitgeber Programmiersprachen, welche die zukünftigen Mitarbeitenden beherrschen sollten. Die Studienautoren vermuten hier, das Arbeitgeber die gängisten Sprachen bei Bewerberinnen und Bewerbern voraussetzen bzw. diese in der Lage sind, sich schnell in neue einzuarbeiten. Arbeitgeber setzen zudem eine abgeschlossene Ausbildung voraus. Die Analyse zeigt aber: Oft können sich Fachkräfte mit unterschiedlichen Berufsabschlüssen auf eine Position bewerben. In den Anforderungsprofilen ist die Fachrichtung Systemintegration besonders stark vertreten (52,7 Prozent). In fast einem Drittel der Stellenangebote wird die IT-Berufsausbildung zusammen mit einem Informatikstudium genannt (31,3 Prozent). Mögliche Kandidaten sollten laut Analyse zusätzlich konstruktiv im Team arbeiten, strukturiert und kommunikativ sein. Im Kundenkontakt zählen ferner Kommunikationsstärke sowie Serviceorientierung.
Bei gut der Hälfte der analysierten Stellen bieten Arbeitgeber Entwicklungschancen. Auch Angebote, um Beruf und Privatleben gut zu vereinbaren, sind unter den Zusatzleistungen. In jedem zweiten Fall werden etwa flexible Arbeitszeiten angeboten und fast ebenso oft besteht die Option auf Homeoffice (49 Prozent). An vierter und fünfter Stelle stehen Gesundheits- und Fitnessangebote sowie Fahrrad-Leasing (40,3 bzw. 36,7 Prozent). Monetäre Anreize finden sich in der langen Liste hingegen erst weiter hinten.
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