Erholung im dritten Quartal

car production line 2
Bild: ©Rainer Plendl/Fotolia.com

Der wirtschaftliche Aufholprozess hat sich zuletzt weiter fortgesetzt, aber der Verlauf der Pandemie stellt ein Risiko dar. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt, hat sich die deutsche Wirtschaft nach einem historischen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal von 9,8 Prozent im dritten Quartal spürbar erholt und um 8,5 Prozent zugelegt. Sie erreichte damit wieder rund 96 Prozent ihres Niveaus vom Schlussquartal 2019. Auch im Oktober waren überwiegend weitere Steigerungen der Wirtschaftsleistung zu beobachten, so das BMWi. So habe die Produktion in der Industrie einen starken Wachstumsimpuls von der Automobilindustrie erhalten. Die meisten anderen Industriebranchen legten ebenfalls zu. Die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe überschritten ihr Niveau vom vierten Quartal 2019 sogar wieder um ca. 3 Prozent. Auch weitere Konjunkturindikatoren zeichneten ein positives Bild: Die Exporte erhöhten sich im Oktober zum sechsten Mal in Folge. Zudem konnte der Einzelhandel seine Umsätze im Oktober erneut steigern. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahmen weiter zu und auch die Arbeitslosigkeit ging im November zurück. Der weitere Ausblick sei jedoch belastet, so die BMWi-Experten. Das Ifo-Geschäftsklima hat sich im November verschlechtert und ist nun per Saldo leicht negativ.

Neuer Lockdown dämpft die Erwartungen

Den Ausschlag dafür gaben die Geschäftserwartungen, die sich ebenso wie die Exporterwartungen deutlich eingetrübt haben. Der seit Anfang November bestehende Teil-Lockdown und die weiteren beschlossenen Maßnahmen zur Verringerung der sozialen Kontakte belasten vor allem das Gastgewerbe sowie Unternehmen in den Sektoren Freizeit und Tourismus. Durch den nun beschlossenen harten Lockdown sind nun aber auch weitere Bereiche betroffen. Daher geht das BMWi davon aus, dass das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal einen merklichen Dämpfer erhalten wird.

mst/BMWi