All diese Live-Erlebnisse brauchen eine Begleitung. Azubis oder Berufsanfänger eignen sich hervorragend als Guide für Jugendliche. Sie kommunizieren auf Augenhöhe, sprechen die Sprache junger Menschen und berichten authentisch über ihren Arbeitsalltag. Das gilt nicht nur für Führungen durchs Unternehmen, für Workshops in Schulen oder Präsenzen auf Messen, sondern auch für das rein digitale Personalmarketing rund um MINT-Praktika, -Ausbildungsplätze und -Karrieren.
Die jungen MINT-Botschafter sollten Schülerinnen und Schülern über Videos, Podcasts oder Online-Workshops auf Karriereseiten und über Social-Media-Kanäle adressieren. Das erweitert die Live-Experience in den digitalen Raum und schafft zusätzliche Reichweite. Bei jeder Content-Erstellung ist kreatives Storytelling zu berücksichtigen. Dabei kann die Story nach dem Live-Erlebnis weitergehen oder – je nach Dramaturgie – auch vor dem Event beginnen. Eine Hybride Experience verzahnt dabei intelligent Live- und digitale Instrumente zu einem ganzheitlichen und langfristigen MINT-Erlebnis.
Um den Zugang zu Lehrkräften zu bekommen und sich mit dem eigenen Knowhow für die berufliche Orientierung an Schulen einzubringen, sollten sich Industrieunternehmen, die eigene MINT-Initiativen umsetzen wollen, an den Lehrplänen orientieren. Sie können etwa prüfen, an welchen Stellen oder Prozessen und von welchen Berufen die im Unterricht vermittelten Lerninhalte angewendet werden. Denn Wissen, das spannend, praxisbezogen und holistisch vermittelt wird, hat eine große Chance, junge Menschen für MINT-Berufe nachhaltig zu begeistern. Die komplexen Berufsbilder werden am besten durch eine Mischung aus Live-Erlebnissen und digitalen Angeboten anschaulich gemacht. Sie sind dann besonders erfolgreich, wenn sie am persönlichen Alltag der Jugendlichen anknüpfen und diese zur Partizipation motivieren.















