Die vom Münchner Unternehmen PerfectPattern entwickelte Pythia-Virtual-Sensors-Technik macht die Generierung von Software-Sensoren deutlich einfacher, in dem sie die eigenentwickelte Pythia-Plattform nutzt. Damit ist das System in der Lage, eigenständig und unbeaufsichtigt Daten zu bereinigen (synchronisieren, Anomalien entfernen, fehlende Werte ersetzen), Beziehungen zwischen Daten inklusive etwaiger Zeitversätze der Zeitreihen zu finden, sowie ein geeignetes Vorhersagemodell auszuwählen. Dazu nutzt das System ungefilterte Rohdaten: entweder Zeitreihendaten oder Daten in tabellarischer Form. Dabei kommt Pythia Virtual Sensors schon mit sehr geringen Datenmengen für das Training aus. Auf dieser Basis erstellt Pythia Virtua Sensors eigenständig Analysen und Vorhersagemodelle, einschließlich der Indikatoren für die Ursachenanalyse. Die Lösung findet selbstständig auch sehr verborgene Muster und Abhängigkeiten und lernt, wie es jede gewünschte Variable vorhersagen und kontrollieren kann. Dafür benötigt das System im Vergleich zu herkömmlichen Methoden sehr viel weniger Zeit. Konnte bisher die Erstellung eines neuen Software-Sensor-Modells in komplexen Szenarien schon einmal Tage oder gar Wochen dauern, ist das nun in der Regel innerhalb einer Stunde erledigt – und das ohne Zuarbeit von einem Datenwissenschaftler. Der fertige Software-Sensor wird als ausführbares Programm zur Verfügung gestellt, dessen Laufzeit meist nur wenige Millisekunden beträgt.

Fazit

Mit den neuen Pythia Virtual Sensors steht den Produktionsverantwortlichen eine praxistaugliche Lösung zur Verfügung, um sich ein aussagefähiges Bild der aktuellen Produktionsprozesse zu verschaffen. Damit können sie schnell in die Produktion eingreifen, um Abweichungen der Abläufe zu korrigieren und deren Kontinuität und Effizienz zu sichern.

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