In Deutschland herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung große Unzufriedenheit über die nur schleppend voranschreitende Digitalisierung in vielen Bereichen. Dies geht aus der zweiten Auflage des digitalpolitischen Barometers hervor, das Eco – Verband der Internetwirtschaft gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey sowie mit Unterstützung des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation und den Mitgliedsunternehmen Leaseweb und Huawei entwickelt hat.
Demnach sind 68 Prozent der Menschen in Deutschland an, in keinem digitalpolitischen Bereich zufrieden. Besonders groß ist die Unzufriedenheit bei den Themen Cybersicherheit (nur 2,4 Prozent zufrieden), digitale Bildung (nur 3,3 Prozent) und digitale Verwaltung (4 Prozent). Diese Werte decken sich weitgehend mit den Antworten aus dem April 2021, heißt es in der Pressemitteilung.

Schlechte Noten von IT-Fachkräften
Auch IT-Experten geben dem Digitalstandort Deutschland schlechte Noten. So bewerten mehr als 60 Prozent der Befragten im Civey Fachpanel den Digitalstandort Deutschland im internationalen Vergleich als nicht wettbewerbsfähig.
Den dringendsten digitalpolitischen Handlungsbedarf sehen die Befragten in den Bereichen digitale Verwaltung (45 Prozent), Cybersicherheit (42,6 Prozent) und digitaler Infrastruktur (41,5 Prozent). Diese Einschätzung deckt sich mit den Schwerpunkten der IT-Experten.
Bezogen auf ihr eigenes Unternehmen geben 70 Prozent befragten IT-Fachkräfte an, dass die digitale Transformation von großer Bedeutung für ihr Unternehmen sei. 36 Prozent schätzen ihr Unternehmen dabei als weit fortgeschritten ein, 18,5 Prozent sehen sich als Vorreiter. Die mit Abstand größten Potenziale von digitalen Anwendungen und Technologien sehen die befragten IT-Experten in den Geschäftsbereichen Verwaltung & Rechnungswesen (50 Prozent), Personal & HR (24 Prozent), sowie Beschaffung & Logistik (24 Prozent). Beim Thema Nachhaltigkeit sehen 18 Prozent der befragten Fachkräfte Potenzial.
















