Neue Technologien integrieren

In der Praxis bedeutet dies, dass Unternehmen Technologien wie IoT, Big Data, Blockchain und Automatisierung in ihre Lieferkette integrieren müssen. Viele dürften dies bereits getan haben, obwohl dies in der Regel nur in begrenztem Umfang und für spezifische taktische Projekte geschehen ist. In Zukunft ist ein weiterer bedeutender Anstieg solcher Implementationsprojekte zu erwarten – angetrieben von dem Wunsch, dass Lieferketten nachfrageorientierter und agiler werden. Ebenso ist davon auszugehen, dass sowohl KI-Anwendungen als auch Machine Learning in der Lieferkette ausgeweitet werden. Dies führt perspektivisch zu datengesteuerten Operationen, die den Produktionsertrag, die Produktqualität, die Vorlaufzeiten, die Ausrüstung und die Arbeitseffizienz erheblich verbessern werden. Digitale Lieferketten werden Unternehmen in die Lage versetzen, IoT-Signale zu erkennen, zu analysieren und darauf zu reagieren und diese Erkenntnisse dann in die sich rasch entwickelnden Möglichkeiten am Markt einfließen zu lassen.

Gleichgewicht wahren

Entscheidend dabei ist, das Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit und Agilität zu wahren. Ausgehend von einem kleineren Maßstab kann eine rasche Implementierung dazu dienen, ein Testfeld zu bilden und Gewinnpotenziale für das Unternehmen sichtbar zu machen – ein geradezu erfolgskritischer Zuwachs an Sichtbarkeit über mehrere Phasen hinweg. Ein konzentrierter Blick auf die kurze Zeitspanne bis zur Wertschöpfung innerhalb des Unternehmens ermutigt indes andere Teile der Organisation, ihre Digitalisierung ebenfalls zu beschleunigen. In der aktuellen Situation, in der der Fokus voll auf die Bedeutung und Störanfälligkeit von Lieferketten liegt, ist zu erwarten, dass Entscheider in der Wirtschaft entschlossen agieren, um ihre Lieferkettenprozesse wirklich zweckdienlich zu gestalten und Agilität und Transparenz als Prozessstandards zu verankern.

Seiten: 1 2