
Erfüllen Konzerne ihre Verantwortung zu ökologischer Nachhaltigkeit? Um dies herauszufinden und Fortschritte der kommenden Jahre zu evaluieren, hat das Capgemini Research Institute eine Studienreihe ins Leben gerufen. Für die erste Ausgabe wurden im August und September 2022 in 12 Ländern branchenübergreifend insgesamt 2.004 Manager aus 668 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über einer Milliarde US-Dollar befragt.
Ambition vs. Wirklichkeit
Demnach werden Nachhaltigkeitsziele durchaus in Geschäftsstrategien integriert und weltweit sagen fast zwei Drittel (64 Prozent; in Deutschland 60 Prozent) der Befragten, dass Nachhaltigkeit auf der Agenda jedes Mitglieds der Geschäftsführung ihres Unternehmens steht. Jedoch klafft laut Studie noch immer eine Lücke zwischen den Ambitionen und konkreten Maßnahmen zum Klimaschutz. Erst knapp die Hälfte (49 Prozent, in Deutschland 51 Prozent) hat eine Reihe von Klimaschutz-Initiativen für die nächsten drei Jahre definiert. Nur etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Befragten weltweit – in Deutschland fast die Hälfte (46 Prozent) – gibt an, dass ihr Unternehmen das Betriebsmodell hin zu mehr Nachhaltigkeit umgestaltet. Insgesamt belaufen sich die Investitionen in Dekarbonisierungsaktivitäten bei Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 20Mrd.US$ auf durchschnittlich 0,41 Prozent des Gesamtumsatzes. Kleinere Unternehmen mit einem Umsatz zwischen einer und fünf Milliarden US-Dollar investieren mit durchschnittlich 2,81 Prozent ihres Gesamtumsatzes mehr. Zum Vergleich: Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen bei 500 der größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen im Jahr 2020 bei durchschnittlich vier Prozent. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
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Isolierte Teams
Aus den Studienergebnissen geht zudem hervor, dass es vielen Unternehmen an einer kollektiven Vision sowie an funktionsübergreifender Koordination ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen mangelt und dass die unterschiedlichen Teams isoliert voneinander arbeiten. So geben etwa weltweit 43 Prozent (in Deutschland 49 Prozent) der Befragten an, dass nachhaltigkeitsbezogene Daten verfügbar sind und innerhalb der gesamten Organisation zugänglich gemacht werden. Bei 61 Prozent der Unternehmen in Deutschland stehen diese Daten auch für externe Stakeholde zur Verfügung. International ist dies bei 48 Prozent der Fall. Weniger als die Hälfte (47 Prozent) der Unternehmen weltweit, in Deutschland exakt die Hälfte, wirbt laut Studie gezielt neue Talente mit starken Nachhaltigkeitskompetenzen an.
Druck der Beschäftigten
Zu den wichtigsten Beweggründen für Nachhaltigkeitsmaßnahmen zählt aktuell für 60 Prozent der Entscheidungsträger international (63 Prozent in Deutschland) der Druck von bestehenden und potenziellen Beschäftigten; für 57 Prozent (in Deutschland 64 Prozent) ist es das Bestreben, schärferen zukünftigen Regularien zuvorzukommen. 52 Prozent der Führungskräfte versprechen sich steigende Einnahmen davon. Nur einer von fünf Befragten (21 Prozent international, 18 Prozent in Deutschland) sieht einen klaren unternehmerischen Nutzen in Nachhaltigkeit, während 53 Prozent weltweit sowie 51 Prozent in Deutschland der Meinung sind, die Kosten für derartige Maßnahmen überstiegen den potenziellen Nutzen. Aus der Studie geht jedoch hervor, dass Unternehmen, die Nachhaltigkeit priorisieren, schon jetzt erfolgreicher sind als Unternehmen, die dies nicht tun.














