Vorgaben in Bezug auf Nachhaltigkeit werden immer häufiger formuliert, reguliert, kontrolliert und sanktioniert. In Deutschland verpflichtet das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden (ab 2024 mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden) zu Sorgfalts- und Reportingpflichten in Bezug auf Menschenrechts- und Umweltverstöße in ihrer Lieferkette. 58 Prozent der befragten Unternehmen, die ab 2024 betroffen sind, geben an, dass sie schon jetzt gesetzeskonform sind. Ein Drittel ist zwar noch nicht völlig gesetzkonform, hat aber bereits fortgeschrittene Maßnahmen ergriffen. Es lohnt sich, Herausforderungen wie einen hohen organisatorischen Aufwand (36 Prozent), Schwierigkeiten bei der Lieferantenzertifizierung (33 Prozent) sowie einen hohen Personal- und Kostenaufwand (jeweils 32 Prozent) zu überwinden, um neben der ohnehin unumgänglichen Gesetzeskonformität zusätzliche positive Effekte wie Qualitätssicherung (42 Prozent), Rechtssicherheit (38 Prozent) und eine erhöhte Kooperation entlang der Lieferkette (33 Prozent) zu nutzen. Auch Unternehmen, die nicht LkSG-pflichtig sind, aber durch LkSG-pflichtige Geschäftspartner indirekt betroffen sind, können profitieren, da eigene Prozesse mitunter optimiert und nachhaltig gestaltet werden müssen.
Die neue EU Corporate Sustainability Reporting Directive (EU-CSRD) verpflichtet ab 2025 Unternehmen dazu, ihre Einflüsse auf die Umwelt und Gesellschaft transparent darzulegen. Die Grundlagen dafür sind vorhanden: 87 Prozent der Befragten erfassen bereits ihre Nachhaltigkeitsbzw. ESG-Performance. Als Lösungen dafür werden Business-Software (41 Prozent), aber auch häufig Excel-Tabellen (33 Prozent), spezifische ESG-Tools (32 Prozent) oder spezifische CO2- Management-Tools (31 Prozent) genutzt. Die Nutzung von Excel-Tabellen ist aus IDC Sicht alarmierend, besonders vor dem Hintergrund, dass die Sicherstellung der Datengenauigkeit für 57 In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
Präzise 2D-Inspektion mit nativer Edge-Intelligenz
Prozent der Unternehmen die größte Herausforderung bei der ESG-Berichterstattung ist.
Fazit
Die Notwendigkeit und Dringlichkeit von Nachhaltigkeit sowie nachhaltigen IT- und Wertschöpfungsprozessen ist den meisten deutschen Unternehmen bewusst. Die Entwicklungen auf dem Energiemarkt, der Klimawandel sowie das wachsende Bewusstsein für Menschenrechte und Geschäftsethik treiben das Thema aktiv voran. Ebenso wird Nachhaltigkeit zunehmend zu einem zentralen Erfolgs- und Differenzierungsfaktor, der Geschäftserfolg und Resilienz maßgeblich beeinflusst. Wie die Studienergebnisse eindrucksvoll zeigen, ist der größte Treiber die Kostenreduzierung. Das spiegelt einerseits den Druck wider, unter dem Unternehmen derzeit stehen, zeigt andererseits aber auch, dass Nachhaltigkeit einen klaren Geschäftswert hat und eben nicht mehr nur ein „Nice-to-have“ ist. Hinzu kommen weitere Treiber wie Effizienz, Innovationskraft und Risikominimierung. Aber auch die zunehmenden und strenger werdenden Gesetze in Bezug auf Nachhaltigkeit machen ein aktives Handeln und gezielte Investitionen unerlässlich. Daher ist jetzt die Zeit an bereits erreichte Ziele anzuknüpfen, darauf aufzubauen und diese sukzessive zu erweitern. Eine klare ganzheitliche Strategie sowie realistische Ziele sind dafür ebenso essenziell wie die Gewinnung von Informationen und neuer Erkenntnisse aufgrund von KPI. Bereits heute sind, den Studienergebnissen zufolge, einige Initiativen und Maßnahmen umgesetzt sowie Technologien und Tools im Einsatz, um das Unternehmen und seine Wertschöpfungsprozesse sowie die IT an sich nachhaltiger zu machen. Trotzdem steht es außer Frage, dass die Unternehmen weiter handeln und investieren müssen, um ihre Prozesse zu digitalisieren und moderne Maßnahmen und IT-Lösungen nutzen zu können. Beides ein Garant, nicht nur um die Nachhaltigkeit, sondern auch den Geschäftserfolg und die Resilienz langfristig zu sichern.














