Die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen konfrontiert Unternehmen jedoch mit einer Vielzahl von Hürden. Der Mangel an Fachkräften bzw. Fachwissen ist die größte Herausforderung. Das ist

kritisch, denn zum einen fehlen die Fachkräfte, um nachhaltigkeitsfördernde Projekte umzusetzen, und zum anderen wird das Nachhaltigkeitsprofil eines Unternehmens den Studienergebnissen

zufolge zunehmend zu einem wichtigen Entscheidungskriterium für neue Talente (59 Prozent). Eine weitere große Hürde stellen veraltete IT-Infrastrukturen dar. Legacy-IT ist häufig nicht nur

aufwendig zu betreiben, sondern kann nachhaltige Initiativen gar nicht erst umsetzen. Mit einer modernisierten, digitalisierten und von Beginn an nachhaltig gestalteten IT-Infrastruktur können

und sollten die Unternehmen hier gegensteuern, um ihre geplanten Ziele umsetzen zu können.

Nachhaltigkeitskennzahlen werden genutzt – Granularität ist noch ausbaufähig

Nur was erfasst bzw. gemessen wird, kann auch bewertet und verbessert werden. Das bestätigen auch die Ergebnisse. Im Hinblick auf die interne IT-Infrastruktur wird derzeit vorrangig der Energieverbrauch getrackt (37 Prozent). Künftig steht die Erfassung der Energieeffizienz (46 Prozent) im Fokus. Prinzipiell sollte immer beides erfasst werden, um Rückschlüsse auf geeignete Einsparmaßnahmen zu ziehen. Kennzahlen, die nicht miteinander ins Verhältnis gesetzt werden und keinen Trend aufzeigen können bzw. nicht regelmäßig und feingliedrig erfasst werden, sind wenig zielführend. Bei letzterem haben die Unternehmen noch Optimierungspotenzial, denn der Energieverbrauch der internen IT-Infrastruktur wird mehrheitlich insgesamt – also für das Gesamtrechenzentrum – erfasst (38 Prozent). Ein jeweils deutlich geringerer Teil erfasst den Energieverbrauch für einzelne Server und Netzwerk-Devices (20 Prozent), Racks (14 Prozent), Applikationen (12 Prozent) oder einzelne Endgeräte (2 Prozent). Damit sich Verbräuche exakt zuordnen und am Ort des Entstehens einsparen lassen, birgt eine granulare Erfassung hohes Potenzial.

Unternehmen setzen auf moderne Maßnahmen und IT-Lösungen, um Wertschöpfungsprozesse, aber auch die IT selbst nachhaltiger machen

Um nachhaltiger zu werden, stehen eine Vielzahl an Technologien und IT-Lösungen zur Verfügung. Um das Unternehmen bzw. Wertschöpfungsprozesse nachhaltiger zu gestalten, setzen 52 Prozent auf Private oder Hybride Cloud-Umgebung. Weitere 45 Prozent auf die Public Cloud und 43 Prozent auf Technologien für Remote Work. Besonders Public Clouds bzw. Hybrid Clouds können u.a. durch Virtualisierung, Skalierungseffekt sowie eine bessere Auslastung nachhaltiger sein als reine On-Premise-Bereitstellungsmodelle. Konkrete Vorteile von Cloud in puncto Nachhaltigkeit sehen die Unternehmen in der Senkung der Energiekosten (39 Prozent), der Verringerung des CO2-Abdrucks (25 Prozent), sowie einer verbesserten Business Resilienz (22 Prozent). Technologien wie KI, ML, Predictive Analytics und IoT, werden von den Unternehmen derzeit weniger genutzt, sind in den nächsten 12-24 Monate jedoch umfassend geplant. Ein guter Ansatz, da mittels KI, Predictive Analytics und im Rahmen von IoT kontinuierlich Daten erfasst und ausgewertet werden können und somit frühzeitige Verbesserung von Verbräuchen und Effizienten möglich sind. Um die IT-Infrastruktur selbst nachhaltiger zu machen, setzt jeweils ein Drittel auf neue Hardware, ein verbessertes Energiebewusstsein für Softwareanwendungen (Green Coding) und ein Mix aus erneuerbaren Energiequellen bei der Energieversorgung.

Gesetzliche Regularien fördern Nachhaltigkeit: 58 Prozent der ab 2024 vom LkSG

betroffene Unternehmen sind bereits heute compliant

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