Dennoch lässt sich die deutsche Industrie weder von der globalen Situation noch von neuen Gesetzen paralysieren und arbeitet in ihrem Wirkungsbereich stetig weiter. 70 Prozent können die neuen Regelungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes bereits umsetzen oder sind weit fortgeschritten. Das wird auch durch die geplanten Maßnahmen für das kommende Jahr oder die bereits umgesetzten Maßnahmen im letzten Jahr veranschaulicht. Hierbei wechseln 74 Prozent der befragten Unternehmen zu umweltfreundlicheren Lieferanten, während 68 Prozent auf Lieferanten umsteigen, die die Einhaltung von Menschenrechten nachweisen können.

Der Wunsch nach Unabhängigkeit ist im Jahr 2023 allgegenwärtig: Die Mehrheit der Unternehmen (81 Prozent) hofft auf eine stärkere offizielle Förderung seitens der Politik für deutsche Forschungsprojekte wie der Halbleiterproduktion oder anderer essenzieller Bauteile, um wettbewerbsfähig zu bleiben und autarker zu werden. Im Jahr 2022 sprachen sich nur 58 Prozent dafür aus, 2021 waren es sogar nur 38 Prozent. 68 Prozent wünschen sich, dass man sich künftig eher auf neue Technologiezweige spezialisiert, da sie dort bessere Chancen sehen, die Technologieführerschaft auszubauen, beispielsweise in der Quantentechnologie (62 Prozent).

Zur Umfrage

Die Umfrage wurde durch das unabhängige Institut OnePoll unter 500 Teilnehmern aus Deutschland durchgeführt. Zeitraum der Befragung war Oktober 2023. Die Befragten waren Tech-Entscheider aus dem verarbeitenden Gewerbe, darunter die Branchen Luft- und Raumfahrt, Automobil, Textil, Hardwarekomponenten, Produktion und Fertigung, elektronische Bauteile, Transport und Spedition, Zulieferer für den Energieversorgungsektor sowie Maschinenbau.

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