Komplexe Maschinen bedienen, mit der neuesten Büro-Software arbeiten, Kollaboration verschiedener Teams über Grenzen und Orte hinweg: Um im Berufsleben auf dem Laufenden zu bleiben, haben sich viele Erwerbstätige in den vergangenen zwei Jahren weitergebildet. So haben laut Branchenverband Bitkom 40 Prozent der Berufstätigen in den letzten 24 Monaten Weiterbildungsangebote genutzt, um ihre digitalen Kompetenzen zu verbessern. 19 Prozent haben auch oder stattdessen Weiterbildungsangebote ohne Digitalbezug genutzt. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.005 Menschen des Branchenverbands. „Die Digitalisierung verändert berufliche Kompetenzprofile und Karrierewege. Der typische Lebenslauf – Schule, Ausbildung oder Studium und dann 40 Jahre im gleichen Beruf – gehört für die meisten Beschäftigten der Vergangenheit an“, sagt Leah Schrimpf, Referentin Bildungspolitik beim Bitkom. „Weiterbildung ist der Schlüssel für die Zukunft der Arbeit in der digitalen Welt.“
Bessere Chancen?
Die Gründe für Weiterbildungen zu digitalen Kompetenzen sind bei den berufstätigen Befragten vielfältig: Etwa die Hälfte derer, die eine entsprechende Weiterbildung absolviert haben, wollen damit ihre beruflichen Perspektiven innerhalb ihres Unternehmens bzw. ihrer Organisation verbessern (49 Prozent). 45 Prozent wollen ihr Gehalt verbessern und bei einem Viertel (27 Prozent) wurden solche Weiterbildungsangebote explizit durch den Arbeitgeber empfohlen. 16 Prozent werden laut Studie von ihrem Arbeitgeber sogar verpflichtet, solche Weiterbildungsangebote wahrzunehmen – und bei nur ebenso vielen übernehmen die Arbeitgeber die Kosten für digitale Weiterbildungsangebote.
Die Hälfte ohne Weiterbildung
Die Hälfte (50 Prozent) gibt in der Befragung auch an, in den vergangenen zwei Jahren keinerlei Weiterbildungsangebote oder solche ohne Digitalbezug genutzt zu haben. Als Gründe werden dafür etwa zu wenig Zeit (29 Prozent), bereits ausreichend digitale Kompetenzen (28 Prozent) oder eine fehlende Finanzierung durch die Arbeitgeber (26 Prozent) genannt. Wichtig sei, dass sich bestehende staatliche Weiterbildungs-Förderungen stärker für digitale Weiterbildungskonzepte aller Stufen auch jenseits formeller Bildung öffnen, um den Zugang niedrigschwellig zu ermöglichen, sagt Schrimpf. mst/Bitkom e.V.















