
Bei Patentanmeldungen liegen ostdeutsche Hochschulen vor westdeutschen Standorten. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Demnach meldet Sachsen fast dreimal so viele Patente an wie der Bundesdurchschnitt. 5,4 Patente pro 1.000 Studenten hat das IW hier ermittelt, gefolgt von Thüringens Hochschulen mit 4,7. Die wenigsten Patente stammen von Hochschulen in Berlin und Nordrhein-Westfalen, die auf etwas mehr als ein Patent pro 1.000 Studenten kommen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei zwei.
Insgesamt melden die Hochschulen in den ostdeutschen Bundesländern pro 1.000 Studenten 3,9 Patente an. Das sind mehr als doppelt so viele wie in Westdeutschland, wo 1,8 Patente pro 1.000 Studenten angemeldet werden.
TU Freiberg führt das Hochschulranking an
An der Spitze bei den Einzelhochschulen ist die TU Bergakademie Freiberg mit rund 24 Patentanmeldungen je 1.000 Studenten. Einen Sprung macht die Technische Universität Ilmenau: Mit 18 Anmeldungen schiebt sie sich auf Platz 2, zuletzt kamen etwa 12 Patente aus der thüringischen Hochschulstadt. Die Medizinische Hochschule Hannover folgt mit 13 Anmeldungen.
Wie das IW weiter mitteilt, haben deutsche Hochschulen innerhalb von fünf Jahren fast 5.000 Patente angemeldet. Etwa 300 davon gehen auf die Technische Universität Dresden zurück, gefolgt von der Technischen Universität München mit knapp 230 und der RWTH Aachen mit 220 Anmeldungen.
In Kooperation mit Partnern
Fast jedes dritte Hochschulpatent entsteht laut IW-Analyse in Kooperation mit Partnern – bei anderen Patentanmeldern in Deutschland nur etwa jedes zwanzigste. Besonders häufig sind große deutsche Konzerne beteiligt, die an mehr als einem Drittel aller Hochschulkooperationen mitwirken.
„Wer heute ein Patent anmeldet, bringt häufig morgen ein neues Produkt auf den Markt. Für Unternehmen sind Hochschulen damit wichtige Ideenschmieden“, so IW-Experte Oliver Koppel.















