Durch Digitalisierung entstehen Technologiearbeitsplätze

45 Prozent der Industrieunternehmen gehen davon aus, dass durch die Digitalisierung neue Arbeitsplätze im Bereich der operativen Technologie (OT) geschaffen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Schneider Electric. Diese Studie unterstreicht außerdem das Ausmaß des Fachkräftemangels in der Industrie, denn Talentakquise und Mitarbeiterbindung stellen für mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) eine zentrale Herausforderung dar. Neben dem Problem identifiziert die Studie aber auch die Lösung. So sind sich über zwei Drittel (70 Prozent) der Befragten einig, dass die Digitalisierung dabei hilft, den Mangel an qualifiziertem Personal zu bewältigen.

Arbeitsplätze verändern sich

Laut Studie werden Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), digitaler Zwilling sowie Nachhaltigkeitsziele zunehmend in Prozesse und Belegschaft integriert. 45 Prozent der Befragten sind weiterhin der Meinung, dass die wachsenden Anforderungen an ökologische Nachhaltigkeitsziele eine erhebliche Erweiterung bestehender Aufgabenbereiche in den Werken erfordern. Bei sozialen Nachhaltigkeitszielen sind es 47 Prozent.

Die Zukunft der Arbeit und neue Herausforderungen an Industrieunternehmen

Digitale Technologien sollen repetitive, schwere oder gefährliche Aufgaben ersetzen und die Arbeitsbelastung reduzieren. Sie können die Fähigkeiten von Menschen verbessern und neue Arbeitsplätze mit höherem Wertschöpfungsanteil ermöglichen, sodass mehr Zeit für kreative Aufgaben und die berufliche Entwicklung bleibt.

Drei von fünf (60 Prozent) der Befragten gehen davon aus, dass sich OT-Rollen, also Beschäftigungen rund um die Installation, Wartung, Überwachung oder Optimierung von operativen Systemen und -Geräten, in den nächsten drei Jahren verändern werden. 41 Prozent erwarten eine moderate Veränderung, 19 Prozent eine signifikante Veränderung. Darüber hinaus sind sich 73 Prozent sicher, dass die Digitalisierung die Art der Arbeit in den nächsten drei Jahren wesentlich verändern wird. Und fast ein Drittel der Befragten (31 Prozent) glaubt, dass Qualitätskontrollrollen am stärksten von der Digitalisierung profitieren werden.

Kompetenzen aufbauen

Laut Studie gehen Industrieunternehmen davon aus, in den nächsten drei Jahren neue Kompetenzen in den Bereichen Robotik, Datenverarbeitung, Visualisierung und Analyse aufbauen zu müssen. Im Bereich der Programmierung und Integration von Robotik geben 49 Prozent an, nicht oder nur unzureichend qualifiziert zu sein, in den anderen Bereichen mehr als 30 Prozent. Während Investitionen in Datenverarbeitung, Visualisierung und Analyse für die Befragten eine hohe Priorität haben, wird der Programmierung und Integration von Robotikanwendungen von fast der Hälfte der Befragten dennoch nur eine mittlere Priorität eingeräumt.

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