
Um zu diesen Ergebnissen zu gelangen, hat IDC im April 2023 in Deutschland eine primäre branchenübergreifende Marktbefragung von 210 Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden durchgeführt.
Deutsche Unternehmen haben erkannt: Nachhaltigkeit bietet neue Chancen und
Potenziale für das Business Aufgrund der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage ist die Situation in den deutschen Unternehmen nach wie vor angespannt. Dass das Thema Nachhaltigkeit und nachhaltige IT- und Wertschöpfungsprozessen einen entscheidenden Beitrag für den Geschäftserfolg und die Business Resilienz leisten können, haben die Unternehmen offensichtlich erkannt und zeigt sich mit Blick auf die Haupttreiber: Kostensenkung (30 Prozent), Effizienzverbesserung (20 Prozent), sowie Compliance und Möglichkeit für Innovation (jeweils 19 Prozent). Um das Potenzial zu realisieren, wird in nachhaltige Wertschöpfungsprozesse und IT investiert: Über zwei Drittel haben im Jahr 2023 das gleiche oder ein höheres IT-Budget für nachhaltige IT-Projekte zur Verfügung als noch im Jahr 2022. „Wir sehen, dass neben strategischen, operativen und organisatorischen Änderungen vor allem auch moderne IT-Technologien für das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele und die Realisierung der Chancen eines nachhaltigen Business elementar sind“, sagt Sabrina Schmitt,
Lediglich 30 Prozent der Organisationen in Deutschland haben eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie
Nachhaltigkeit ist vielfältig, neben umweltorientierten müssen zunehmend sozial- und governanceorientierte Aspekte berücksichtigt werden. Das ist nicht trivial und macht eine konkrete Herangehensweise in Form einer Nachhaltigkeitsstrategie unabdingbar. Ein Großteil der befragten Unternehmen in Deutschland ist davon jedoch noch weit entfernt. Lediglich 30 Prozent haben aktuell eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie, bei der Initiativen und Maßnahmen langfristig aufgesetzt, Ziele streng definiert und sämtliche Unternehmens- und Wertschöpfungsprozesse sowie die IT eingebunden sind. Andere haben zumindest ein konkretes Nachhaltigkeitsprogramm (31 Prozent) oder mehrere individuelle, aber nicht zwingend zusammenhängende Initiativen (25 Prozent), beide Ansätze verfolgen eher punktuelle Maßnahmen und sind kurz- bis mittelfristig gedacht. Aus Sicht von IDC müssen diese dringend in langfristige, strategische Initiativen umgewandelt werden, um Schritt für Schritt einem ganzheitlichen Ansatz näherzukommen.
Mehrheit plant ambitionierte Nachhaltigkeitsziele – Fachkräftemangel und veraltete IT-Infrastrukturen bremsen die Umsetzung aus
Mit der Reduzierung von Abfall (60 Prozent), der Senkung des Energieverbrauchs (57 Prozent) und der Verbesserung der Employee Experience (49 Prozent) konzentrieren sich Unternehmen aktuell auf Ziele, die kurzfristig bzw. zügig umgesetzt werden können. Innerhalb der nächsten 1–2 Jahre weiten die Unternehmen mit der CO2-Neutralität (45 Prozent), der Zusammenarbeit mit Lieferanten, die die eigenen Ziele teilen (45 Prozent) und dem Bezug von Energie aus erneuerbaren Quellen (43 Prozent) ihre Maßnahmen sukzessive aus und verfolgen ambitionierte Ziele.














