Wer pflegt die Inhalte des Portals? Sind das die Produkthersteller? Sind das die Mitgliedsunternehmen des VDMA?

Die Inhalte bestehen aktuell aus VDMA-Knowhow und entstehen in Kooperation mit der Industrie sowie weiteren Organisationen. Wenn wir irgendwann an den Punkt kommen, dass dort auch Technologien oder Produkte aufgeführt werden, werden wir die Verantwortung dann auch an die jeweiligen Hersteller geben, die sich dort präsentieren. Was wir nicht wollen, ist, dass etwa ein Beratungsunternehmen die Inhalte dort definiert und damit für sich Interessenvertretung betreibt. Es soll kein Marktplatz werden, sondern das Portal soll OPC UA zugänglicher machen – transparent, objektiv und unvoreingenommen.

Wie treibt der VDMA darüber hinaus den Einsatz von OPC UA voran?

Unser Ziel ist es, zunächst die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Maschinenbaus voranzutreiben. 2017/2018 sind wir gestartet und haben unsere Mitglieder nach ihren Wünschen im Kontext von Interoperabilität befragt. Hier wurde OPC UA bereits ins Spiel gebracht. Daraufhin haben wir damit begonnen, die Semantiken der Schnittstellen in den OPC UA Companion Specifications zu standardisieren. 2021 wurde letztendlich die Abteilung Machine Information Interoperability gegründet, die sich dem gesamten Ökosystem widmet. Wir betrachten beispielsweise, wie Eclass nutzbar gemacht werden kann und welche Ansätze für die Verwaltungsschale geeignet sind.

Wir würden niemals die OPC-UA-Technologie an sich standardisieren, sondern bringen unser Domänen-Knowhow ein. OPC UA ist hier die Trägertechnologie, die von unseren Mitgliedern ausgewählt wurde.

Aktuell arbeiten wir daran, unsere Semantik in das Common Data Dictionary zu überführen. Dabei handelt es sich um ein technologieagnostisches Dictionary, in dem auch Semantiken aus anderen Bereichen aufgeführt sind. Dies wird die Reichweite unserer Semantik weiter erhöhen. In diesem Kontext arbeiten wir auch daran, die Adaption dieser Semantiken zu stärken, indem wir Demos anbieten, Quick Guides erstellen oder mit internationalen Partnern zusammenarbeiten. Es geht darum, die Mehrwerte zu zeigen.

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