
Es gibt vier Trends, die die Automatisierung aktuell prägen und die zentrale Herausforderung für Produktionsverantwortliche und Automatisierungsexperten in den nächsten Jahren darstellen werden. Wie können Unternehmen diesen begegnen und effektiv auf Schlüsselthemen wie den Arbeitskräftemangel, die steigende Produkt- und Variantenvielfalt, die Komplexität von Bauteilen und die sich verändernden Anforderungen in der Lieferkette reagieren?
Trend 1: Arbeitskräftemangel
In Europa kämpfen Unternehmen damit, Arbeitskräfte für einfache, manuelle Tätigkeiten zu finden und nach der Einlernphase zu halten. Demografische und kulturelle Veränderungen führen zunehmend dazu, dass Arbeitskräfte immer weniger bereit sind, manuelle Tätigkeiten oder eintönige Aufgaben auszuführen. Die Zeit der Handarbeit neigt sich zügig dem Ende entgegen.
Trend 2: Variantenvielfalt (High Mix/Low Volume)
Allen Standardisierungsansätzen wie Baukästen, Modulgruppen und ähnlichen zum Trotz steigt die Produktvielfalt und Variantenanzahl immer weiter an. Das stellt besonders die Automatisierung vor Herausforderungen und erschwert es, Produktionsabläufe oder einzelne Teilprozesse zu vereinfachen. Die Produktion muss sich flexibel auf die Eigenheiten jeder einzelnen Variante einstellen können und so aufgestellt sein, dass auch kleine Chargen wirtschaftlich hergestellt werden können.
Trend 3: Komplexere Bauteile
Komplexität wird nicht allein über Variantenvielfalt getrieben. Auch die elektronische Integration in mechatronischen Produkten und Subsystemen nimmt immer weiter zu. Bauteile werden häufiger mit Sensorik, Netzwerk- und Computerkomponenten ausgestattet. Dadurch steigt der Anspruch an den Gesamtproduktionsprozess, da in mehr Teilschritten nun empfindliche Bauteile präzise gefertigt und montiert werden müssen. Ungenauigkeiten und zu grobe Handling-Vorgänge können schnell zum Bauteildefekt führen, wenn einzelne elektrische Komponenten beschädigt werden.















