Wie sieht die Zukunft der Produktentwicklung aus?

Industry 4.0 High-Tech Factory: Robotics Engineer Working on Robot Arm Design, Using Augmented Reality Hologram to Analyze Conceptual 3D Model. Futuristic Engineering with Digital Technology
Industry 4.0 High-Tech Factory: Robotics Engineer Working on Robot Arm Design, Using Augmented Reality Hologram to Analyze Conceptual 3D Model. Futuristic Engineering with Digital Technology

Wer heute Produkte entwickelt, der steht vor mehr Herausforderungen als noch vor ein paar Jahren: Elektronik und Software machen Produkte komplexer, Vernetzung führt zu versteckten Abhängigkeiten und Produktdaten und Prozesse sind schwerer nachzuverfolgen. Gleichzeitig wird die Welt unbeständiger, digitaler Wandel ist die Norm – und beschleunigt sich stetig. Bei alldem ist Agilität gefordert, vor allem, wenn man wettbewerbsfähig bleiben will. Unterstützen kann dabei ModelBased System Engineering (MBSE).

Alle Domänen verknüpfen

Ziel dieses ganzheitlichen Ansatzes ist es, die Produktentwicklung effizienter und die Komplexität überschaubarer zu gestalten. Dahinter steckt eine einfache Idee: Alle beteiligten Domänen zu übergreifenden Prozessen zu verknüpfen – vom Anforderungsmanagement über die Soft- und Hardwareentwicklung bis zu Simulation und Test. So können Entwickler den gesamten Prozess überblicken, und zwar aus allen Blickwinkeln. Dabei setzt MBSE auf Modelle, um Informationen nachverfolgbar darzustellen, und ermöglicht digitale Durchgängigkeit entlang des gesamten Zyklus.

Komplexität im Griff

Denn mit MBSE lässt sich die Zusammenarbeit unterschiedlicher Stakeholder vereinfachen. Das gilt intern über die verschiedenen Domänen hinweg genauso wie extern mit Partnern, Zulieferern und Kunden. So sind z.B. bei Änderungen Abhängigkeiten leicht zu identifizieren und Lösungen zu analysieren. Besonders deutlich werden die Vorteile, wenn die Informationen als durchgängiges Datenmodell webbasiert über den gesamten Produktlebenszyklus verfügbar sind, beispielsweise in der Cloud oder On-Premise. Dassault Systèmes ermöglicht das mit seiner 3DExperience Plattform. Denn wenn alle Beteiligten jederzeit auf dieselben Informationen zugreifen können, erleichtert das die Zusammenarbeit und macht sie effizienter. Das schafft Zeit für Innovationen.

Günstig weil virtuell

Hinzu kommen sinkende Kosten bei Tests: Weil die Daten verknüpft sind, ermöglicht MBSE Simulationen über die Domänen hinweg bis zur kompletten Systemsimulation. Schließlich sind physische Protoypen meist teuer, unflexibel und je nach Zeitpunkt der Entwicklung nicht verfügbar. Ihr Gegenpart: Virtuelle Zwillinge in Form von Modellen. Als digitale Prototypen ermöglichen sie es, Systeme mittels simulationsbasierter Analysen zu bewerten. Systems Engineering kann Produktentwicklung somit auch kostenseitig optimieren – und Unternehmen zu mehr Wettbewerbsfähigkeit verhelfen. Zukünftig wird Systems Engineering noch wichtiger, u.a., weil es Trends wie Nachhaltigkeit positiv beeinflussen kann. MBSE hilft dabei, Produkte, aber von Elektronik und von Software bestimmte Entwicklungsprozesse selbst agiler und damit nachhaltiger zu gestalten. Es kann Antworten auf viele aktuelle und künftige Herausforderungen liefern.

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