GenAI-Einsatz steigt

Capgemini geht davon aus, dass 30 Prozent der Unternehmen noch in diesem Jahr Gen AI vollständig oder teilweise skalieren. 2023 waren es noch sechs Prozent.
Capgemini geht davon aus, dass 30 Prozent der Unternehmen noch in diesem Jahr Gen AI vollständig oder teilweise skalieren. 2023 waren es noch sechs Prozent.Bild: ©Supatman/stock.adobe.com

Die dritte Auflage der Capgemini-Studie zeigt: 30% der Unternehmen skalieren Gen AI bereits heute vollständig oder teilweise. 2023 waren es nur 6%, das entspricht einer Verfünffachung innerhalb von zwei Jahren. Eine große Mehrheit von 93% erkundet, testet oder implementiert Gen AI dieses Jahr. Vorreiter bei der Einführung von Gen AI sind Branchen wie Telekommunikation, Konsumgüter sowie Luftfahrt und Verteidigung. Im Fokus bleiben dabei zentrale Geschäftsbereiche wie Kundenservice, Marketing, Risikomanagement und IT.

KI-Investitionen nehmen weiter Fahrt auf

Die Studie zeigt, dass Investitionen in Gen AI zunehmen: in den vergangenen zwölf Monaten erhöhten 88% der Unternehmen ihre Gen-AI-Investitionen um durchschnittlich 9%. Mittlerweile fließen 12% des IT-Budgets in Gen AI. Dieser Trend wird sich auch fortsetzen: 61% der Unternehmen planen eine weitere Erhöhung ihrer Gen-AI-Investitionen im kommenden Jahr. 79% sind mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden.

Allerdings berichten die befragten Unternehmen von einem unerwarteten Anstieg der Cloud-Kosten: Mehr als die Hälfte habe sogenannte ‚Rechnungsschocks‘ erlebt, ausgelöst durch die schnelle Ausweitung von Gen-AI-Initiativen, die ursprüngliche Prognosen übertrafen. Um Kosten zu optimieren, setzen Unternehmen zunehmend auf Small Language Models (SLMs).

Insbesondere die Nutzung von KI-Agenten stieg im vergangenen Jahr kontinuierlich an, ebenfalls ein Trend der sich fortsetzen wird, progonsotizieren die Studienautoren. Die Befragten gehen davon aus, dass die meisten Geschäftsbereiche künftig mindestens einen Prozess durch KI-Agenten abwickeln lassen werden, was sich vor allem in Produktdesign/ Forschung & Entwicklung, Marketing und Vertrieb zeigt. In diesen drei Bereichen gehen neun von zehn der Befragten Führungskräfte davon aus, dass KI-Agenten innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre mehrere Prozesse übernehmen werden.

Systeme werden komplexer

Die Befragten berichten zudem, dass KI-Agenten-Systeme zunehmend komplexer und vernetzter werden. Multi-Agenten-Systeme gelten vor diesem Hintergrund als nächster großer Entwicklungsschritt. Von den Unternehmen, die KI-Agenten skalieren, testen oder skalieren bereits 45% auch Multi-Agenten-Systeme. 38% glauben, dass sich KI-Agenten in den nächsten drei bis fünf Jahren zu selbstlernenden Systemen mit sinkender menschlicher Aufsicht entwickeln werden.

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