
Unternehmen investieren in Deutschland zu wenig in die Zukunft – dies geht aus einer Umfrage der IG Metall hervor. Demnach investieren nach Angaben der befragten Betriebsräte aus 2.596 Firmen 50 Prozent der Unternehmen zu wenig in die Standorte. In 20 Prozent der Fälle beklagen Betriebsräte sogar ‚deutlich zu wenig‘ Investitionen.
Laut Studie steigt das Risiko für Verlagerungen: Statt die gegenwärtigen Herausforderungen aktiv anzugehen, stellen Unternehmen vermehrt Standorte und Beschäftigung in Frage. 31 Prozent der Betriebsräte sehen ein ‚hohes‘ oder ‚eher hohes‘ Verlagerungsrisiko von Beschäftigung ins Ausland – vier Prozent mehr als bei einer Befragung im Herbst 2023. Im Bereich des Fahrzeugbaus sehen 59 Prozent das Risiko ‚hoch‘ oder ‚eher hoch‘.
Strategien fehlen
Mit Blick auf die Anforderungen der Energie- und Mobilitätswende sowie der Digitalisierung sehen die Betriebsräte derzeit in 36 Prozent der Betriebe zumindest teilweise einen Anpassungsbedarf des bisherigen Geschäftsfelds. Dabei braucht es eine klare strategische Zukunftsausrichtung der Unternehmen. Doch eine Transformationsstrategie lassen nur 48 Prozent der betroffenen Betriebe erkennen. „Unsere Umfrageergebnisse zeigen Licht und Schatten. Einige Unternehmen stehen sehr robust da, teilweise mit Rekord-Dividenden. Investieren im Inland, muss das Gebot der Stunde lauten. Die Beschäftigten brauchen Sicherheit und Perspektiven“, kommentiert Christiane Benner, Vorsitzende der IG Metall. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
Präzise 2D-Inspektion mit nativer Edge-Intelligenz
Politik gefordert
Auch die jüngsten Haushaltskürzungen der Bundesregierung stehen laut Studienergebnis in Konflikt zu einer angemessenen Planungssicherheit in der Transformation. Jeder siebte Betrieb (14 Prozent) beklagt dadurch negative Auswirkungen auf den Standort, im Handwerk sogar jeder dritte (34 Prozent). Zwar sorgte die Regierung im vergangenen Jahr auch für Entlastungen beim Strompreis für produzierende Unternehmen, jedoch bewertet knapp die Hälfte (47 Prozent) der von den erhöhten Energiepreisen betroffenen Unternehmen diese Maßnahmen als nicht ausreichend. In der Stahlbranche sind es sogar mehr als zwei Drittel der befragten Betriebe (68 Prozent).
Die Betriebsrätebefragung bestätigt zudem eine nochmalige Eintrübung der Konjunktur, die aber schwächer ausfällt als zuvor im Jahresverlauf 2023: Schätzten Betriebsräte im Herbst 2023 zu 54 Prozent die Aussichten in den Betrieben für die nächsten Monate noch gut und sehr gut, sind es jetzt noch 51 Prozent. Zuletzt fiel insbesondere der Konsum als Stütze der Konjunktur aus.
Probleme bei der Fachkräftesicherung
Weiter treibt die Betriebsräte die Sorge um knappe Fach- und Arbeitskräfte um. 82 Prozent der befragten Betriebe berichten aktuell zumindest von teilweisen Schwierigkeiten bei der betrieblichen Fachkräftesicherung. Trotzdem geht die Auszubildendenzahl bei 30 Prozent der Betriebe zurück und nur bei 14 Prozent der Betriebe steigt sie an. „Es ist Bewegung auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Wichtig ist jetzt, dass Unternehmen in die Weiterbildung von Beschäftigten investieren: für den eigenen Betrieb, für neue Geschäftsfelder oder für einen benachbarten Betrieb in der Region. Warum nicht über den eigenen Tellerrand hinausdenken?“, so Benner. Dazu müssten auch die Betriebe die neuen Fördermöglichkeiten zur Qualifizierung ab 1. April nutzen














